Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Rundschau im Gebiete jüdischer Interessen
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 161 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau im Gebiete jüdischer Interessen. jtzj ״Der König mein geliebter Vater, Der sonst gesund war wie ein Kater, Ist jetzt, es leidet keinen Zweifel, Besessen vom leibhaftigen Teufel." Man habe alle Mittel versucht: ״Da ließen wir den Priester kommen, Der besprach ihn vierzehn Tage lang, Wobei manch' Gläschen Wein er trank." Da auch dies nicht half, wurden alle Fakultäten befragt, von Theben bis Tübingen, welche ihm Musik als Heilmittel anriethen, weßhalb Jonathaw den als besten Sänger ihm empfohlenen David aufsucht. Er kommt zu der Stelle, wo David allabendlich das Vieh tränkt, und Jonathan spricht zu seinem Begleiter Nathan: ״Schon gut, so wollen wir seiner warten, Zum Gluck Hab' ich hier meine 66 Karten. Nathan: Zu gnädig seid Ihr, Prinz, mit Eurem Knecht Doch 66 spiele ich nur schlecht, Jedoch im Klabrias da bin ich groß — " David kommt während sie spielen. Jonathan fordert ihn auf mit ihm zu Hofe zu kommen. David weigert sich. Jonathan macht ihm große Anerbietungen ״Zum Kammersänger wirst du ernannt Und Du kriegst Orden, ein gülden Gewand." Aber vergebens: ״Bist Du denn wirklich blasirt? Reizt Dich denn nichts, gibt's nichts, was Dich kirrt? Hast für nichts Schöneres Du denn Sinn?" fragt er ihn. ״Das will ich nicht stellen so schroff dahin. Der weiblichen Schönheit zu Füßen Treibt mich Gefühl und Natur, And hier kann ich nur genießen So selten die Liebe nur." antwortet David. Da stellt ihm denn Jonathan vor, daß alle Da-- men des Hofes in Liedec-schmerz zu ihm entbrennen werden und er als Kammersänger Glück bei ihnen haben werde. Darauf hin wil-- ligt David ein und geht mit, singt vor Saul eine Parodie eines