Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Die Distellese des Herrn Kirchheim [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 133 (sequence 21)
- Language
- German
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Die Dlftelkese des Herrn Kirchhemt. 133 entlehnt haben soll, habe ich noch bis zur Stunde nicht gesehen. Der ״Hundegehorsam" ist älter. 'Er stgurirt schon in der vor Jahren von Hrn. vr. Geiger herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschrift. Die Schrist הרכסים לבקעה besiße ich selber unv habe sie zufällig aus den Händen des Vers, selbst, der zufällig mein Großonkel war, und was das Citat betrifft, zu welchem rch auf so weiten Umwegen gekommen sein soll, so habe ich diese Erklärung eben so zufällig aus seinem eignen Munde. Die linguistische Arbeiten des Hrn. Lr. Fürst und Ilr. Meier haben mir bei meinen Arbeiten keinen Dienst geleistet. Die ersterm kenne ich kaum, die!enteren, zu meinem Bedauern nicht. Nur ein Thor will in allein Original sein und sucht einen Ruhm darin- Allein so gemeinen Insinuationen gegenüber sei die Wahrheit constatirt, eben um der Wahrheit willen. Ter sel. Bernays, dem Hr. Kirchheim ohne Weiteres den bibl. Orient zuschreibt, hat sich nie als Verfasser dieser Schrift bekannt, IN׳ Jeder, der demselben persönlich näher gestanden, oder ihn auch nur aus seiner langjährigen Wirksamkeit kennen zu lernen Gelegenheit gehabt, deren Geist und Gesinnngroch in allem zu Tage liegt, was das gegei-wä tige Geschlecht seiner Gemeinde in min m!b יראה hegt und pflegt, mußsdie ihm supponirte Autorschaft des biblischen Orient in hohem Grade für unwahrscheinlich, fast für unmöglich halten. War ec der Verfasser dnser Schrift, so war diese Verirrung für ihn schon ein völlig überwundener Stanlpnnkt, als er den Kreis meiner Vaterstand betrat. Uebrigens steht mein Commentar auch mit dem, was ich aus dem belehrenden und geistweckenden Umgang mit Bernays zu schöpfen so glücklich war, in keiner näheren Beziehung als der allgemeinen Anregung und des vorleuchtenden Strebens die Hallen der ה1רה mit dem Durst nach Erkenntniß zu betreten. Was ich Weises oder Thörichles auf diesem Wege gesunden und in meine Arbeit niederzulegen gewagt, habe ich, wo ich keinen Urheber eitire, vor Gott und Welt allein zu vertreten. Soviel, l!nd gewiß schon niehr als zuviel, ein für allemal bei diesem Anlaß, über mich selber. Die unglücklichen Coujekturalphantasien des Hrn. Kirchheim in Betreff meiner geringen literarischen Persönlichkeit reihen sich würdig der Conjektralweisheit seiner Genossen an, mit denen sie Personalien unserer vergangenen Größen, denen die Schuhriemen zu lösen wir alle zusammen nicht würdig sind, phatarmagorisch zu recoirstruiren sich bemühen. ההי יכול להכחיש אה הה׳; wer öffnet aber den Gräbern der Verstorbenen den Mund, daß sie auftreten und die sie mißhandelnden und schändenden Conjekturen unserer zeitgenössischen Literatur zu Schanden niachen?? Samson Raphael Hirsch.