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Jeschurun · 1867-12-01 · Heft 3 (Dezember 1867) · p. 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 3 (Dezember 1867)
Article
Worte, gesprochen in der Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. ... zum Gedächtnis des am 12. Marcheschwan verstorbenen Oberrabbiners Salomon Klein zu Colmar
Date
1867-12-01
Page
84 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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84 Worte 2c. it: zum Gedächtnis! des verstorbene» dert jüdische rechtschaffene Männer an seinem Grabe zusammen tratcn und sich gelobten, jede einzelne Fähigkeit, die jeder Einzelne von ihnen hat, zusammen zu legen, um gemeinsam die Lücke des einen Mannes anszufüüen; dann würden sie die Schuld abtragen seinem Angedenken und würden wie Kinder nach etnem Heimgegangenen Vater כפרת מושבו, Sühne für seinen Heimgang werden. Daß sie zugleich seines Weibes, seiner Kinder gedächten und den Hinterbliebenen gegenüber lösten, was sie als eine theuere Schuld dem Vater gegenüber auf sich geladen. Daß Gott den Seinen Trost brächte, daß sie, die gewiß in seinem Geiste leben und streben werden, sich reich fühlen mögen in seinem Namen, und daß dieser Name, den sie tragen ihnen ein Geleitsbrief werde für das ganze Leben, eine Empfehlung an die Achtung, an das Wohlwollen, an die Freundschaft eines jeden rechtschaffenen, braven Juden aus Erden. Daß auch an seinem Angedenken die jüdische Jugend sich begeisterte, ein Mann zu werden, wie er gewesen ist, ללמד כני יהודה קשת damit die Jugend lerne auszuharren im Heeresdienste ihres Gottes und es eine Wahrheit werde was von der alten jüdischen Leier zu uns herüber klingt: מפי עוללים ויונקים יסדת עוז, daß Gott von jedem jüdischen Kind erwartet, aus ihm eine ächten Streiter für seine Sache, einen Kämpfer und Held für sein Werk und sein Hetltgthum hervorgehen zu sehen. Daß dann wenn ein frommer, ein braver, jüdischer Mensch, ein צדיק dahingeht, wir nicht ewig und immer schmerzvoll klagen müssen: מי מביא לנו חליפתו, תמורתו, wo blüht uns Ersatz für den Verlust, — daß wir nicht an das Grab eines jeden Frommen fast verzweifelnd uns dahin setzen müssen und sagen, mitDem sind nun eingescharrt, sind nun verloren gegangen der jüdische Heldenmuth, die jüdische Kraft נפל! הגבורים ויאבדו כלי מלחמת, — daß, wie die Sonne untergegangen ist, so auch die Sonne wieder aufgeht וזרח השמש ובא תשמש, und Gott sein Volk nicht verlassen möge, wie er es verheißen: כי לא ימוש ד' עמו ונחלתו לא יעזוב, daß er uns nicht verlassen, nicht vereinsamen werde, — daß nicht nach und nach die Leuchten im jüdischen Heiligthum verlöschen und es Nacht werde im jüdischen Kreise, — daß er die Alten erhalten möge, die noch da sind, bis die Jüngern herangewachsen sind, und daß, wenn die Alten sich schlafen legen, an ihrem Grabe die Jugend den Schwur der Gottestreue und des Gotteskampfes erneuern. Dann wird der Tod der Gerechten eine Quelle

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