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Jeschurun · 1867-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1867) · p. 376

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 10-11 (Juli 1867)
Article
Über die Vitalität der jüdischen Race in Europa
Date
1867-07-01
Page
376 (sequence 18)
Language
German
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376 Neber die Vitglftät der Missen Race in Europa. ״babebunt quod idem in aliis non reperiatür, qüi ad eos ״annos non viyunt, valde erit probabile id ipsum causam ״esse longaevitatis״;׳ — wozu er peremptorisch hinzufügt: ״Isune ״longe pierique eorum sobrii kuerunt, strictique victus." Diese Grundursache des lange Lebens beobachtet Niemand besser als die Juden; bet ihnen ist Mäßigkeit traditionell, Trunkenheit selten, Trunksucht existirt bei ihnen gar nicht. In ihrer Jugend kennen sie den Wein fast gar nicht, — wieder eine Bedingung um, nach Haller, lange zu leben: ״vin-um enitn medicamenti genus est"; ein mehr vegetabilisches als animalisches Regime haben, sagt ferner dieser Meister, linb immer die Mittelstraße: ״habere omnia mediocria" k. rc. Die kindliche Pietät, eine am jüdischen Herde vorherrschende Tugend, immer lebendige Quelle der Entsagung und Hingebung, vermehrt die Chancen des Lebens ihrer Eltern. Auch natürlichen Ursachen schreibt Herr Legvyt die längere Durchschnittsdauer des Lebens der Juden zu und bezeichnet mit Recht solgende: 1. Jünger vcrheiratbct als die Christen genießen sie länger des erhaltenden Einflusses der Ehe, da die ,Statistik das Cöltbat als nachtheilig für die Lebensdauer erwiese» hat. 2. Da die Fruchtbarkeit ihrer Ehen eine geringere ist, confer- Viren sie ihre Kinder besser. 3. Bis heute üben sic keine Gewerbe, die harte Arbeiten mit sich bringen, sie halten sich mehr am Handel, Bankgeschäften, den Künsten, den Wissenschaften, dem Schriftstellerthum und den vffentlichcn Aemtern. 4. Nicht allein ist ihre Mäßigkeit unbestritten, sondern die Speisegesetze der Bibel tragen auch zu ihrer Gesundheit bei. 5. Der Familiensinn, bet ihnen mehr entwickelt als bei den Christen, sichert ihren Kindern, ihren alten, gebrechlichen Eltern eine regere Sorgfalt, ihren Neugebornen die natürliche Milchnahrung, den Armen wirksamere Hülfe. Ihre Wohlthätigkeit hat nicht ihres Gleichen, ihre Sittlichkeit ist durch gerichtliche Statistik erwiesen, Standhaftigkeit und Heiterkeit deS Geistes sind die am meisten hervorstkchenden Züge ihres Charakters und rührcn hcr von einem tiefen Glauben und unerschütterlichem Vertrauen in die Vorsehung. Dies sind auch die Resultate, zu denen Bernouillt -in seinen

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