Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 10-11 (Juli 1867)
- Article
- Skizzen zu einer Geschichte der Juden in Köln
- Date
- 1867-07-01
- Page
- 338 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2932754-2932974-2932985-2950817--10685-2950847- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Skizzen*) zu einer Geschichte -er Juden in Köln. Von Dr. Schwarz. I. Die Inden in den Zeiten der römischen Kaiser. N Man kann die Epoche der ersten Niederlassung der Juden in Köln urkundlich in die ersten Jahrhunderte der üblichen Zeitrechnung *־) Diese Skizzen wurden bereits vor mehreren Jahren gesammelt, ihre 95eTÖffentIid>u11g jedoch wegen anderweitiger Berufs-Arbeit bis zur Stunde verschoben. Alls das vor einigen Wochen erschienene Werk des trefflichen Herrn Dr. Ernst Wehden, Professor der Realschule: ״Geschichte der Juden in Köln am Rhein von der Römerzeit bis auf die Gegenwart", werden wir hier in den Roten verweisen. **) Die Vermuthung des Dr. Wehden, daß Juden wahrscheinlich den Julius Cäsar als Lieferanten seiner Legionen nach dem Rhein begleitet haben, zumal der Lagerverkehr ihnen Aussicht auf Gewinn verschaffte (S. 8), und daß sie in Agrippa^s Standlager in dem oppidum Ubiorum als Zwischenhändler benutzt worden sind (S. 10 u. 16)/kann historisch nicht argumentirt werden. Die Mittheilung des Wormser'Chronisten, daß ein deutscher Volksstamm, welcher das linke Nheinufer bewohnte, Judenmädchen aus dem zerstörten Jerusalern mitbrachte, daß lohin die rheinischen Juden eigentlich von den Vangionen abstammen, ist ein Ammenmährchen und verdient denselben Glauben wie die Sage, es wären tausend Venjamiden, bald nach Josucsts Eroberung Palästinas, geraden Weges nach Deutschland ausgewandert.