Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1867)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1867-06-01
- Page
- 312 (sequence 20)
- Language
- German
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Die- Hypothesen der BibEnük. Z13 beruht; denn es wird im völligen Einklänge mit dem Ausdrucke der Bibel begründet, daß auch nach dem zweiten Kapitel der Mensch nicht ״aus" Staub (oder ״Lehm" wie Bohlen sagt) gebildet, daß daß das Menschen-Leben nicht der Erde entnommen ist, sondern daß ihn erst der unmittelbar von Gott ihm gegebene Lebensodem zum Menschen, d. i. zu einem im Ebenbtlde Gottes geschaffenen Herrscher der Erdwelt gemacht, daß daher das zweite Kapitel durch die detaillirte Darstellung der Bildung des Menschen die hohe Bestimmung erst vollkommen erklärt, die dem ersten Kapitel gemäß über seine Aufgabe und sein Verhältniß zu den übrigen Geschöpfen ausgesprochen wurde. (Fortsetzung folgt.) Note auf die Erklärung des R. Moscheh b. Nachman verweist, welche lautet: MDויפה באפיו נשמתי חיים ירמה לנו הכתוב הזה מעלת הנפש ׳ וטורד. כי הזכיר בה שם מלא ואמר כי הוא נפח באפיו נשמת חיים להודיע כי לא באה בה מן היסודות כאשר רמז בנפש התנועה ובו' והכתוב הזה לפי משמעו ירמוז כאן כי יאמר שיצר השם את האדם עפר מן האדמה והי' מוטל גולם כאבן דומם והקב״ה נפח תאפיו נשמת חיים ואז חזר האדם לדדות נפש הי' שיתנועע בה ובו'♦ Wäre Einhorn wirklich von dem ״Streben nach Wahrheit" durchdrungen gewesen, so hätte er sich nicht darauf beschränken dürfen, durch das Wörtchen ״blos" zu erkennen zu geben, daß ihm der Ausdruck ויפה באפיו keine genügende Bezeichnung der Höhe zu fettt scheint, auf die der Mensch bei seiner Schöpfung gestellt wurde, sodann hätte er sich bemühen müssen, Nambaws Interpretation, durch welche aus dem Texte der Nachweis der essentielle 11 Verschiedenheit des menschlichen Geistes von der thierischen Seele und des hieraus resnltirenden vollständigen Einklanges deS zweiten Kap. mit dem ersten geliefert ist, durch Gründe als unhaltbar darznstellen; dies hat er aber unterlassen. Ob nun ein derartiges Verfahren, das sich ans die Citirung einer der eigenen Annahme schnurstraks widersprechenden Interpretation beschränkt, aber gar nicht den Versuch macht, dieselbe zu widerlegen, ״wissenschaftlich" genannt zu werden verdient, oder welche Bezeichnung demselben in der Wirklichkeit gebührt, möge jeder Unbefangene beurtheilen.