Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1867)
- Article
- Risse
- Date
- 1867-05-01
- Page
- 289 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Von & ... 289 da liefest Du mir davon und nun ich-krank bin, kommst Du wieder, wie soll ich das begreifen?" ״Damals bedurftest Du meiner nicht Papa, aber heute — " ״Ja, ja, ich erinnere mich, damals sagtest Du, Deine Mutter bedürfe deiner, darum könntest Du nicht leben fern von ihr, na, wie ist's denn, kannst Du's jetzt?" Helene schüttelte den Kopf, ״wenn Du mich hier behalten willst Papa, so mußt Du auch meine Mutter hier behalten." ״Ja, aber sie wird nicht Herkommen wollen, sie haßt mich." ״Meine Mutter haßt Niemanden^ also auch dich nicht Papa. Auch in ihren Augen habe ich Thränen gesehen, als sie Deinen Unfall vernahm." ״Deine Mutter hätte um mich Thränen vergossen, närrisches Mädchen, was redest Du Dir ein, Du bist doch entsetzlich naiv. Aber wenn Du Deine Mutter herspedircn könntest, das wäre wirklich nicht übel. Du konntest mich Pflegen, und Deine Mutter müßte das Hauswesen führen. Weiß der Henker, meine Leute waren nie viel werth, aber seit ich litge ist der Satan unter ihnen loS. Im Grunde wäre eS doch eigentlich Pflicht und Schuldigkeit Deiner Mutter, daß sie mir die Wirthschaft besorgte." ״Meine Mutter ist auch hier Papa, und wird gewiß mit Dergnügen Dein Hauswesen leiten." ״Deine Mutter hier! ist es möglich? — Aber zum Kukuk, warum kommt sie denn nicht herein? meint sie die Freude deS WiedersehenS könnte mir schaden? na, ich habe starke Nerven. Aber so geh doch und hole sie mal her, bin wirklich neugierig, wie sie auSsicht." (Fortsetzung folgt.)