Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung in's heilige Land
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 235 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Sir Moses Montefiore's Bericht rc. 235 von Zion entfernen, von dem wir aufrichtig glauben und täglich hoffen, daß ״Wahrheit und Friede" wieder dort einkehren werden! Nein! ich wollte lieber Hungers sterben mit meinen Kindern, während ich den Staub der heiligen Stadt Jerusalems küßte, als anderswo in Uebersiuß leben." Mehrere Personen ersuchten mich in Bittschriften, sie in den Stand zu setzen, die heilige Stadt verlassen zu können; da ich jedoch durch Erkundigungen erfuhr, daß sie Jerusalem nur momentan verlassen wollten, um bald wieder zurückzukehrcn, so glaubte ich besser zu thun, wenn ich ihnen einige Unterstützungen für ihre dringendsten Bedürfnisse übergab. Donnerstag, der 5. April, war bestimmt, um verschiedene Dokumente über die zu erwerbenden Grundstücke in den Vorstädten Jemsalcms zu prüfen, sei es um daraus zu bauen oder sie zu bearbeiten. Ich ersuchte Herrn Dr. Loewe und Herrn Sebag, diese Territorien persönlich zu besichtigen und ihren Flächenraum, Werth und Kaufpreis zu notiren, welchem Wunsche sie gütigst nachkamen. Ebenso ließ ich Notizen über größere Häuser, die im Innern der Stadt zum Kaufe angeboren wurden, ausnehmen. Alle' aus diese Geschäfte bezüglichen Notizen habe ich sorgfältig gesammelt, um sie in späterer Zeit benutzen zu können. Bald sollte ich jedoch einen tiefen Kummer erfahren. Seitdem ich Jaffa verlassen hatte, erhielt ich fortwährend Tellegramme über das Befinden des Dr. Hodgkin; als ich erfuhr, die Symptome seien beunruhigender, bat ich meinen Freund Henry Moore, in der Begleitung des Dr. Chaplin aus Jerusalem, nach Jaffa zu reisen. Diese Herren entsprachen sofort meiner Bitte und blieben zu Jaffa bei meinem beklagten Freunde bis zum Zeitpunkt seines Hiuscheidens. Die traurige Nachricht empfing ich in der Nacht des 5. April. Da ich von diesem traurigen Ereigniß bereits gesprochen habe, will ich hier nur erwähnen, daß es mich mit einem Kummer und Gram erfüllte, den ich vergeblich zu verscheuchen suchte. Freitag, den 6. April, wohnte ich dem Abendgottcsdienst in der sephardischcn Synagoge, die zu den Tourohäusern gehört, bei, und unterhielt mich mit den Insassen, von denen ich manche nützliche Belehrung erhielt.