Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Aus Hannover
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 233 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Zukunft der jüd. Gemeinde-Angelegenheiten in Hannover. 233 Amtsführung die Herzen aller jüdischen Gemeinden Hannovers zugethan sein und sie in deren Anerkennung einen schönern Lohn und ein beseligenderes Bewußtsein finden, als in der größten Machtbefugniß, welche ihnen der Staat gegen die Gemeinden einräumen kann. Für den Fall aber die Negierung diesen Wünschen keine Folge geben wollte, möchten wir schon seht den bisher verbundenen Gemeinden an's Herz legen, eingedenk zu bleiben des Segens, der namentltch den kleineren Gemeinden, welche die Mehrzahl bilden, aus dem gemeinsamen Verbände entsprießt. Die allerersten Erfordernisse eines jüdischen Haushalts erhetschen ja schon das Vorhandensein eines ״Kundigen", dem die Sorge für die gewissenhafte Ausübung z. D. der Schcchita, die gesetzmäßige Anlage und Ueberwachung der Mikwa u. s. w. übertragen werden kann, ganz zu schweigen von Schule und Synagoge. Wenn immer, so ist in unserer Zeit, wo die allgemeine Verbreitung der jüdischen Wissenschaft abgenommen, ganz besonders dringend die Anstellung eines gewissenhaften Rabbineu geboten. Es sind aber nur größere Gemeinden im Stande einen solchen anzustellen kleinere daher auf die gemeinsame Anstellung eines Rabbinen angewiesen. Mögen darum im Falle die gegenwärtige staatliche Nöthigung in Wegfall kommt, die Gemeinden Hannovers sich freiwillig zu einem Verbände einen um einen Rabbiner zu halten, ans daß das von den Vätern überkommene, den Kindern zu vererbende Kleinod des heiliget! Gesetzes rein erhalten und der künftigen Generation überliefert werde! —