Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Die fünfzehn altjüdischen "Aufwärts"-Lieder
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 222 (sequence 2)
- Language
- German
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222 Die fünfzehn attjüdischen ״Anfwnrts"-Lieder. Wie ein entwöhntes Kind bei der Mutter, Wie solch ein entwöhntes Kind War bei mir meine Seele — 3. Aber Jisrael harre zu Gott hin Jetzt und ewig! Drei Verse von David, die lehren dürften, wie man König wird, oder doch verdiente es zu sein. Sie sprechen die einfache und doch so seltene Gesinnung aus, die für sich nichts wünscht, für sich völlig Verzicht geleistet hat auf Ziele der Hoheit und Größe, aber der Nation, dem Volke, der Gesammthcit, der man angehört, einen unbegrenzten Fortschritt, ein unbegrenztes Fortstreben zu immer größerer, mit Gott zu erlangender Entwickelung als Aufgabe zuerkennt. Für mich, bekennt hier Davids große Seele, kannte ich keinen Ehrgeiz, hatte mein Gemüth so gestimmt, daß, so weit es mich persönlich traf, ihm Alles gleich galt, es über Nichts beunruhtgt und mit Allem zufrieden war. Wie ein der Brust entwöhnter Knabe an der Mutter-Brust, aus der er sonst Befriedigung seiner stärksten Verlangen sog, nun ganz unerregt ruht und Nichts mehr verlangt, so hatte ich, singt seines Liedes Wort, meine Seele entwöhnt, für sich etwas von mir zu verlangen. Ich hatte ganz aufgehört, selbst Gegenstand meiner Wünsche zu sein. ״Aber Israel harre zu Gott hin, jetzt und ewig!" Aber für Israel war ich nimmer befriedigt, es, mein Volk, meine Nation, hatte mir ewigen Anspruch auf Fortschritt des Gedeihens, und für es und mit ihm harrte ich unablässig zu Gott! 13. Des Königs Andenken. (Ps. CXXXII.) 1. Gedenke David, Gott, All sein Entsagen! 2. Wie er Gott zugeschworen, Der Schwungkraft Jakob's gelobt: