Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 6 (März 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung ins's heilige Land
- Date
- 1867-03-01
- Page
- 202 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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202 Sir MoseS,Montefiore's Bericht labung von der Elite der jüdischen Bevölkerung angenommen worden, der sich eine große Anzahl Gemcindeglicdcr angeschlossen hattcn. So fanden sich denn mehrere Hundert seiner Glaubensgenossen, unter ihnen die hervorragendsten Gelehrten bei ihm ein. Wir heben nurhervor den Chacham Baschi und seine College», Rabb. Samuel Salant, R, Meyer Auerbach, N. BenjaminZ David Jakob Tevmim, R. Jakob Berlin, R. Mordochai Aron Lippmann, Selig Hausdvrs, Nathan Coronet, R Moses Sachs u. a. Nachdem ich sie auf's Herzlichste willkommen geheißen, fährt Sir M. fort, und ihnen meine Freude bezeigt mich zum sechsten Male unter ihnen zu befinden, fetzte ich ihnen zuerst auseinander, daß der Zweck meiner gegenwärtigen Reise weniger sei, ihnen durch Geldverthcilung an die Armen eine momentane Erleichterung zu vcrschaffen, als zusammen zu überlegen, welches die wirksamsten Maßregeln seien die ihre Freunde in Großbrittanien, Amerika, Rußland, Frankreich, Oesterreich, Holland, Deutschland, Italien und überall wohin meine Worte reichen, ergreifen könnten, um die wirklichen immerwährenden Ursachen der Armuth unter meinen Brüdern des heiligen Landes wirksam zu heben. Ich schloß mit der Versicherung meiner heißen Liebe für das heilige Land und seine frommen Bewohner, und mit der Bitte mich, soweit sie es irgend könnten, durch jeden Rath zu unterstützen der direkt oder indirekt den Zweck meiner Mission fördern könnte. Der Chacham Baschi hielt cs als der Erste für seine Pflicht mir seine Rathschläge mitzutheilen. Er sagte, nach seiner Ansicht wäre eine Vermehrung von paffenden Wohnungen für die Armen und Beschäftigung mit Ackerbau die sichersten Mittel die Gesundheit des Landes und das Wohlergehen seiner Bewohner zu befestigen. Die Herren seiner Begleitung Rabb. Fanadjil und Benveniste waren derselben Ansicht; nur fügte der letztere hinzu, die Ursache des großen Elendes unter den Sefardim sei größtentheils die Folge der schweren Schuldenlast mit welcher die Gemeinde belastet, und die sie noch von Zeit zu Zeit zu vermehren gezwungen ist, eine Last die sehr schwer aus ihr ruht. In ähnlicher Weise äußerten sich Rabb. Samuel Lalant, R. Meyer Auerbach 11. a. Die Vertreter der Gemcinde von Wilna u. a. fügten, indem sie sich ganz dem früher geäußerten Ansichten anschloffen, noch die Bitte hinzu, daß diejeni-