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Jeschurun · 1867-03-01 · Heft 6 (März 1867) · p. 200

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 6 (März 1867)
Article
Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung ins's heilige Land
Date
1867-03-01
Page
200 (sequence 3)
Language
German
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200 Sir Moses Montesiore's Bericht Nach dem Besuche beim Gouverneur begab ich mich nach der Wohnung des Chacham-Bascht der bei meiner Ankunft in Mischkeneh Schaanantm wohnte, erfuhr aber auf dem Wege, daß er sich in seine Wohnung in der Stadt begeben hatte. Donnerstag, 29. März, schickte ich, als ich. erfahren hatte, daß die Armen an den nothigen Sachen für das Peßachfest Mangel litten, dem Chacham-Bascht 100 Pfund zur Vertheilung an die bedürftigen Sephardim und eine gleiche Summe zu demselben Zwecke für die Aschkenasim. Während der ersten Tage deS Festes besuchte ich die wohlthätigen Häuser von Tours, die mit den Fonds die mir der sehr beklagte Joudah Touro aus New-Orleans zur beste» Verwendung im Interesse seiner Glaubensgenossen im heiligen Lande übergeben hatte, errichtet waren. Ich überzeugte mich zu meiner größten Genugthuung, daß die Bewohner vollkommen die Wohlthaten verdienten die sie genossen. Diese Wohnungen liegen in einem der gesundesten Theile der Vorstädte von Jerusalem, die skrupulöseste Aufmerksamkeit ist auf die Ausrechthaltung der Ordnung und Reinlichkeit gerichtet, und die Inwohner sind glücklich und zufrieden, indem sie einen Theil ihrer zeit den Studien und religiösen Observanzen widmen ohne dabei im Geringsten ihre industriellen Beschäftigungen zu vernachlässigen. Ich unterhielt mich mit den meisten der Bewohner, größtentheils aus Handwerkern bestehend und ich fand, daß sie durchaus vor keiner selbst der härtesten Arbeit zurückschrccken, wenn es sich darum handelt, etwas wenn auch nur daS Geringste für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. . , "Um eine Idee von der Mannigfaltigkeit ihrer Beschäftigungen zu geben, erwähne ich nur folgendes: Das HauS No. 21 ist von einem-Uhrmacher bewohnt, No. 12 von einem Schneider, No. 15 von einem Bäcker, No. 11 von einem Weber, No. 5 von einem Zimmermann, No. 13 von der Wittwe eines Buchbinders, der in Ausübung wohlthätiger Hülfelcistung gegen Arme während der letzten Epidemie leider gestorben ist. No. 14 bewohnt ein Wäscher, der vorkommcndenfalls auch das Amt eines KocheS versieht; andere Ein- Wohuer sind Beamte der großen Synagoge oder geben Unterricht in den verschiedenen Schulen. . Diese Beweise der industriellen Thätigkeit der Israeliten

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