Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 6 (März 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung ins's heilige Land
- Date
- 1867-03-01
- Page
- 199 (sequence 2)
- Language
- German
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Sir Äoses Äontefiore'ä Bericht. 199 schickte auch Briefe und Boten au Personen, die mir nützliche Aufklärungen geben konnten; daun beschlossen nur mit dem Maarib- Gebete, das in Gegenwart vieler Besucher verrichtet wurde den ersten Tag unseres Aufenthaltes in Jerusalem. Mittwoch den 28. März 10 Uhr begab ich mich in Begleitung des Consul Moore, des Dr. Loewe und Herrn Sebag ins Palais des Gouverneurs, und wurde von Sr. Ercellenz mit der liebenswürdigsten Freundlichkeit und größtem Respekte empfangen. Im Laufe der Unterhaltung mit dem Gouverneur erwähnten wir des Wassermangels der Stadt, und Se. Ercellenz setzte mir im Detail die Arbeiten auseinander, die er in so generöser Weise zu dem Zwecke unternommen hatte, die Stadt mit dem unentbehrlichen Elemente zu versorgen. Dieser wichtige Punkt wird au einer andern Stelle dieses Berichtes detaillirt werden, da er von großer Wichtigkeit für-das Wohlergehen der Stadt ist und dcßhalb ihre zahlreichen Freunde interessiren wird. Ich will hier blos erwähnen, daß der vom Gouverneur gefaßte Plan, dessen Ausführung er schon begonnen hat, dahin geht, in zwei Reservoirs die drei Reservoirs des allgemein unter dem Namen ״die Teiche Salomos" bekannten Wassers zu leiten, um dadurch den Fall des Wassers zu verstärken und dazu die Wasser von Urtas in der Nähe von Etam zu leiten, was in kurzer Zeit das Wasserbedürfniß der Stadt decken wird. Aber da der Gouverneur nicht genug die durch den Mangel an den nöthig.en finanziellen Mitteln entstehenden Schwierigkeit gewürdigt zu'haben,, schien, und ich die Vortheile dieses Aguädukts genau kannte, so glaube ich im Sinne des UnterstützungöfondS für das heilige Land und des Boards gehandelt zu haben, indem ich dem Gouverneur zu diesem Zwecke 200 Pfund aus der Gesellschaftskasse übergab, welcher ich 100׳ Pfund als persönlichen Beitrag hinzufügte. Der Gouverneur setzte mir ferner auseinander wie wünschens- Werth es sei, außerhalb der Stadt einen Aufenthaltsort für Aussätzige zu errichten, was aber ein Kapital von 1500 Pfnird erfordern würde. Da ich mich nicht befugt hielt in diesem Sinne über die Unterstühnngsmittel, wie sehr ich auch von der Nützlichkeit eines solchen Gebäudes überzeugt war, zu verfügen, beschränkte ich mich darauf 100 Pfund aus meiner Privatkasse für diesen Zweck zu geben, die als Grundstock für wettere Beiträge dienen können. ' 12*