Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 6 (März 1867)
- Article
- Die pathologische Anatomie des Talmud
- Date
- 1867-03-01
- Page
- 195 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Bon j)r. Msä. Mareus Hirsch. '195 sog. Settendruck der Gefäße, vergrößert, die Gefäßwandungen geben dadurch in vielen Fällen nach und werden zerrissen, es erfolgt der Austritt einer mehr oder weniger großen Menge Blutes in das umliegende Gewebe, und dieses Blut geht dann seine weiteren Veränderungen zu den Pigmenten ein. Wir sehen also, daß die Pigmentbildung meistens die Folge eines pathologischen Prozesses der Blutstockung oder Entzündung ist. Unter לקוחה*) haben wir uns aber in der Sprache des Talmuds denjenigen Complex von pathologischen Vorgängen zu denken, den die heutige medizinische Terminologie unter dem Namen ״Entzündüng" zusammenfaßt. Die Anschauung des Talmud ist also vollkommen den heutigen Forschungen conform. Es gibt nun eine ganze Reihe von Uebergangssarben die sich ans dem Blutrothe — dem Hämatin, mit Ausnahme des Gallenfarbstoffes, der einzigen bis jetzt bekannten Quelle aller Pigmentbildüng im Körper, — entwickeln, auf welche einzugehen hier nicht der Ort ist. Schwarz ist nun die weitgehendste Veränderung die ein Blutextravasat erleidet, also, da dasselbe in den meisten Fällen aus einer, wenn auch nur aus eine kleine Stelle beschränkten Entzündung hervorgeht, das Endresultat einer endzündlichen Gewebserkrankung. Aus den gesetzlichen Bestimmungen über die pathologischen Farbenveränderungen geht nun ferner hervor, daß sie Hauptsächlich' nur dann trefo sind, wenn sie an der äußersten Oberfläche der Lungen sich vorfinden; jeder entzündliche Vorgang verändert aber die Consistenz der Gewebe; es liegt also die Befürchtung sehr nahe, daß durch den entzündlichen Prozeß der Pigmentbildung an der äußersten Oberfläche der Lunge, an welcher in der That am häufigsten das schwarze Pigment auftritt, eine gewisse Brüchigkeit des Gewebes und eine Geneigtheit zu Substanzverlusten an der Lungenoberfläche bedingt werde. Das Grundprinclp der meisten Trefoth an der Lunge ist aber, wie wir später noch sehen werden, eine schon erfolgte, oder die mehr oder mindere Wahrscheinlichkeit einer Durchbohrung der Lungenoberstäche, und dadurch Austritt von differenten Materien und Luft in *)'שחור אדום הוא אל' שלק wie der Ausspruch .-um 3’ר׳ lautet.