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Jeschurun · 1867-01-01 · Heft 4 (Januar 1867) · p. 131

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Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 4 (Januar 1867)
Article
Die deutsch-israelitische Gemeinde in Hamburg
Date
1867-01-01
Page
131 (sequence 4)
Language
German
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131 Die deutsch-isr. Gemeinde in Hamburg. meindc mit dem Wunsche, daß dieselbe in die neue Acra, der sie entgegengeht den ächten jüdischen Geist, der sie begründet und sie erhalten hat, mit hinübernehmen möge, daß jeder Hamburger, dem das von den Vater» überkommene Hciligthum noch heilig gilt, es sich zur Aufgabe setzen wolle, dieses Heiligthum unversehrt weit er zu vererbcu! Dazu gilt es aber vor Allem sich bewußt zu werden, daßeiueäußere Einigung desparatcr Gegensätze auf Kosten einer einzigen Gesetzesübertre t tnng, die Namens der Gemeinde geübt wird, zu thcner erkauft ist. Weigroßer als der Gegensatz zwischen Katholik und Protestant ist die principielle Verschiedenheit der religiösen Anschauung eines sögenannten Reformers nnd eines sogenannten Orthodoxen im Kreise der Judenheit und so wenig daran gedacht wird die katholische mit der protestantischen Kirche -zu verschmelzen, so wenig kann man dernünftiger Weise den Gedanken hegen, in der Judenheit eine Fusion der genannten ״Richtungen" herbeizuführen. Wir sind nur die Trägcr des Gesetzes, haben aber nicht das Verfügungsrecht über daSselbe. Eine Trennung der ohnehin in Leben und Gesinnung längst Geschiedenen dürfte deßhalb für die Reinerhaltung des ächten jüdischeu Geistes in der Gemeinde das Beste sein. Es ist in Hamburg in dieser Beziehung so lange und so viel gesündigt werden; der wahre Begriff einer jüdischen Gemeinde ist seit einer Reihe von Jahren dort so gänzlich von den Machthabern mißverstanden, ja eigentlich gar nicht gekannt worden, daß cs uns nicht Wunder nehmen würde, wenn sich die Verhältnisse noch nicht so bald regeln lassen, und wenn diese Regelung nicht sofort den geeigneten Boden zur Entfaltung einer neuen kräftigen Blüthe gewähren sollte. Hoffentlich irren wir uns hierin. 9*

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