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Jeschurun · 1866-12-01 · Heft 3 (Dezember 1866) · p. 92

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Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 3 (Dezember 1866)
Article
Die deutsch-israelitische Gemeinde in Hamburg
Date
1866-12-01
Page
92 (sequence 1)
Language
German
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Nie deutsch-israelitische Gemeinde in Hamburg. (Fortsetzung.) Diese Stellung des Vorstandes Ist eine so widersinnige und abnorme, daß man in den Annalen der jüdischen Geschichte vergehlich Analogien dafür sucht. Der Senat ernennt Männer und nennt sie ״Vorstand der deutsch-israelitischen Gemeinde", bekleidet diese Männer mit einer sehr wett gehenden Gewalt zur Steuererhebung von Seiten der Juden, zur Aufnahme Fremder in die Gemeinde, ja er legt diesem von ihm geschaffenen — von der Gemeinde ganz unabhängigen — Vorstande auch die Befugniß einer religiösen Be- Hörde bei und entzieht der Gemeinde ein jedes Anrecht auf Theilnähme an der Verwaltung und Contrvlc der von ihr gezahlten Gelder, um jede Mitwirkung bei den Wahlen der ihre Gelder verwendenken Behörde, ein jedes Votum in Angelegenheiten der wichtigsten, heiligsten religiösen Interessen und usurpirte für sich selbst ungefähr die Rechte eines unfehlbaren Papstes — der christliche Senat in jüdisch-religiösen Dingen! — oder des großen Synhedrtons in Jerusalem!! Weil es ihm bequem ist in Angelegenheiten des jüdischen Cultus und der Administration jüdischer Verhältnisse nur ein Sollegium zu haben, dem er Befehle, Anweisungen re. zu ertheilen hat, darüm müssen die jüdischen Bewohner Hamburgs um ihr heiligstes,

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