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Jeschurun · 1866-12-01 · Heft 3 (Dezember 1866) · p. 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1866-1867)
Issue
Heft 3 (Dezember 1866)
Article
Die fünfzehn altjüdischen "Aufwärts"-Lieder
Date
1866-12-01
Page
81 (sequence 9)
Language
German
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8. Das Mische Haus. 81 Kinder überhaupt sind ihm ״Lohn". In jedem Kinde sieht er sich mit neuem lohnenden Vertrauen von seinem Gotte beglückt, der seinen Händen aufs Neue ein Wesen aus seinem theuersten Seelenschätze zur pflegenden und erziehenden Fürsorge überantwortet. Ze mehr Kinder, je belohnter fühlt er sich und ist, wenn für Etwas, für die seinen Kindern zuzuwendenden Sorge des göttlichen Beistandes gewiß. ' . ' 4. Darum hctrathet er auch in jungen Jahren. Es hält ihn der Gedanke an die unvermeidliche Sorge nicht zurück Vater zu werden. Er weiß, daß ״Kinder der Jugend wie Pfeile in der Hand eines Starken sind," daß jugendlichen Eltern die Erziehung von Kindern am sichersten gelingt. Die Kluft an Frische und Lebensrnnth ist bei Frühverhctratheten noch nicht so groß zwischen Eltern und Kindern, das gegenseitige Vcrständniß ist großer, Geduld und Heiterkeit, diese fordernden Genien der Erziehung, sind in größer»: Maße vorhanden, und — nach menschlicher Aussicht — ist die Wahrscheinlichkcit größer, die Kinder bis in die Reife ihres selbständigen Mannes- und Frauenlebens, als theilnchmende Freunde rathend und helfend hineinzubegleiten. ״Wie Pfeile in der Hand eines Starken, fo sind Kinder der Jugend", es gelingt den Eltern ihnen die Richtung auf das einzige Ziel hin mit Entschiedenheit zu geben, für welches Gott ihnen die jungen Seelen anvertraut, und, wie der von starker Hand geschossene Pfeil, der Hand entflogen, noch die Kraft deS Schützen, und damit ohne Schwanken und Abirrcn die Richtung in sich trägt und verfolgt, die des Starken Hand ihm gegeben: so bleiben die von jugendlicher Mannesfrischc erzogenen Kinder, auch der erziehenden Hand entwachsen, der Richtung unb dem Ziele ohne Schwanken und ohne Abirren treu, die sie von der erziehenden Hand des Vaters und der Mutter empfangen. ״Pfeile" in der starken Hand sind dem jüdischen Manne seine Kinder. Zum ״Heeresdienst", auf seinen Posten von Gott gcstettt, begreift sich jeder jüdische Mann, soll mithelscn alles Gemeine und Schlechte, alles Unedle und Niedere!liedcrzukämpfcn und dem Reiche des Guten und Edlen, des Reininenschlichen und Göttlichen, dem ״Gottes-Reiche" aus Erden einen immer größer!: Sieg mit zu erstreiten. Er weiß es, daß ״aus dem Munde der Kinder", aus der Erleuchtung und Weihe jedes konunendci: Geschlechtes, sich dieses Reich

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