Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 11-12 (August 1866)
- Article
- Risse
- Date
- 1866-08-01
- Page
- 407 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Von S... 407 spiel eures Vaters, Und die Kleinen —- zwar erscheint noch alles harmlos was sie thun, mein ältester Knabe zählt ja kaum sieben Jahre, aber wenn ich zuweilen ihm ein allerdings kindliches Unrecht verweisen muß und sein Vater dazu kommt und des Verweises spot- Let und das Kind nicht nur zum Ungehorsam reizt, sondern nicht selten zu offenbarem Unrecht — v Rosa,. Rosa! — fühlst Du jetzt Dich nicht doppelt glücklich, wenn Du an Deinen Viktor denkst? Doch davon wollte ich doch nicht eigentlich reden, höre wir weiter zu Rosa. — Vor einigen Monaten, ich weiß nicht wie viele seitdem verstrichen, mein Kopf ist so schwach — da erkrankte mein jüngstes Kind. Erst kränkelte es nur, dann aber schwand es zusehens dahin — Tag und Nacht ruhte es in meinen Armen, in acht Tagen hatte ich nicht acht Stunden geschlafen — da fühlte ich endlich meine Natur überwältigt, doch ich kämpfte noch immer dagegen. Aber der Arzt merkte es, er versicherte mich, daß ich nicht im Stande sein werde, das Kind weiter zu pffegen, wenn ich nicht auch einige Stunden Ruhe genösse; er erbot sich statt meiner bei dem Kinde zu bleiben, denn er ist ein Vetter von mir, in demselben Augenblick jedoch wurde er^,zu einem andern Patienten gerufen. Da trat Philipp gerade ins Zimmer, er vernahm wie der Arzt wieder in mich drang, mich niederzulegen und sein Auge fiel auf die junge Bonne unserer Kinder, die eben über das Fußendeder Wiege lehnte. Auch er begann, was ich noch nie von ihm vernommen, mich zu bitten, meiner Gesundheit zu schonen, das Mädchen ,könne wohl das Notwendige dem Kinde reichen und er selbst werde es beobachten und nicht von der Wiege weichen. Ich war zu erschöpft, ich konnte mich nicht länger aufhalten, und bat nur, man möge mich rufen wenn das Kind, das eben eingeschlummert war, erwachen sollte —- Philipp verspracht. Auch der Arzt empfahl ihm, den kleinen Patienten nicht außer Augen zu lassen, und sobald die geringste Veränderung eintrete, ihn rufen zu lassen. Alles versprach er, uub der Arzt ging und Philipp geleitete mich selbst auf mein Zimmer, küßte mich ans die Stirn und ersuchte mich nochmals wegen der Pfiege des Kindes unbesorgt zu sein. Ich sank auft Bette, und wie Blei legte sich mirt auf die