Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1866)
- Article
- [Rezension] / G.
- Date
- 1866-06-01
- Page
- 310 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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310 Bücherschau. ziehende Widerlegung des M' Caul über Jesaja Kap. 53 hervor, können aber nicht umhin, über das zu Th. I. Cap. 45 angeführte Citat unser Befremden auszusprechen, da wir »ns nicht zu denken vermögen, daß der hochzuverehrende Herr Herausgeber mit den drei letzten Sätzen jenes Citates einverstanden ist. Bevor wir die Anzeige des vorliegenden Werkes schließen, glanben wir auf noch einen Umstand aufmerksam machen zu müssen, um dessentwillen die Arbeit des Herrn Rabbiner Deutsch als eine sehr zeitgemäße zu betrachten ist; wenn auch in der Gegenwart von den bedeutendsten christlichen Bibelforschern die Unrichtigkeit der Interpretatiouen zugegeben wird, durch welche die Missionsthätigkcit von jeher ihren Bestrebungen Erfolg verschaffen zu können wähnte, so lehrt doch die Erfahrung, daß insbesondere jüdischen Studirenden von Seiten ihrer Lehrer nicht selten Einwände gegen das Judenthum mitgetheilt werden, die, der für die s. g. Judenbckehrung bestimmten Literatur entnommen sind, und von den Studirenden wege» ihrer zu den traurigsten Erscheinungen der Gegenwart gehörenden Unkenntniß des jüdischen Schriftthums nicht widerlegt werden können; wenn nun dieselben sich nicht an Jemanden wenden können, der. ihnen die Nichtigkeit jener Vorspiegelungen durch Erklärung des wahren Schriftthums nachzuweisen im Stande ist, so können derartige Angriffe auf das Judenthum Abfall, mindestens Zndtfferentismus Hervorrufen; darum ist es höchst erfreulich, daß durch die Uebersetzung des Chiffuk Emuna, das die von christlicher Seite gegen das Judcnthum erhobenen Angriffe ebenso schlagend als faßlich widerlegt, Jedem, dem zuweilen ähnliche Einwände vorgelegt werden, die Mittel in die Hand gegeben sind, die Hohlheit und Unhaltbarkeit derselben nachzuweisen. Ueberdies sind mehrere in Chiffuk Emuna enthaltenen Deduktionen auch geeignet, manche von den modernen nominell der Judenheit angehörendcn Gesetzesleugnern aufgestellten Behauptungen in ihrer Nichtigkeit erkennen zu lassen. Cs ist daher dem vorliegenden Werke, für das dem geehrten Herrn Herausgeber der aufrichtigste Dank gebührt, aus mehrfachen Gründen die weitest« Verbreitung zu wünschen. " G.