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Jeschurun · 1866-05-01 · Heft 8 (Mai 1866) · p. 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 8 (Mai 1866)
Article
Risse
Date
1866-05-01
Page
269 (sequence 11)
Language
German
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Bon S.... 269 ״bel vorgeschriebenen Opfer nach der Münze unseres ״Jahrhunderts schätzen. — Halten wir uns nur immer ״an den Wortlaut der heiligen Schrift: die Opfer sol- ״len in Dunst aufgehen. Machen wir daher getrost dem ״Volke blauen Dunst vor, auf daß es reichlich Opfer ״spende und seien wir die Priester, die sie empfangen, ״mit andachtsvoller Erwähnung des Opfernden gegen ״den Geber alles Guten." Lebhafter anhaltender Beifall. Redner fährt fort: ״Ich danke Ihnen meine Herren, Ihr Beifall macht mich stolz und glücklich; er zeigt mir, daß ich den hohen Geist, der unsere edle Versammlung durchweht, seinem vollen Werthe nach zu würdigen weiß; er beweist mir auch, daß in dem Haupt- Momente wir alle Eines Sinnes sind. Erlauben Sie mir daher, meinem so eben gestellten Anträge den folgenden noch hinzuzusügm. ״Ich fordere die hochehrwürdige Rabbtnerversammlung ״aus, dieselbe wolle das Verbot des Essens am Asm ״Kippur für den Priester d. h. für den Rabbineu als ״nicht verbindlich erklären, und zwar begründe ich Mi- ״nen Antrag wiederum auf unsere heiligen Urkunden, ״denn schon die Bibel macht bei dem eben erwähnten ״Verbote eine Ausnahme. Dem Boten, der den Bock ״zum Asasel hinznführen hatte, war nach einer historisch, ״kritischen Auffassung der Mischna zu essen gestattet. ״Um wie viel mehr sollte es also uns sein, die wir ״so viele, die wir unsere ganzen Gemeinden zum Asasel ״htnführen, auf daß sie büßen für unsere Sünden." Der Redner will noch fortfahren, dir hohe Versammlung überschreit ihn, ״Du hast schon genug gesprochen, wir wollen auch reden." Sie ziehen ihn vom Tisch, Einer nach bem Andern besteigt noch die Tribüne, ss werden allerhand Anträge vorgebracht; einer will auch Nichtjuden zur vollgültigen Zahl beim Minjan mitgezählt wissen; ein ״anderer beantragt das zehnte Gebot als aufgehoben zu erklären, ein dritter fordert auf, Schechita auch beim Tvdten der Fische einzuführen, ein vierter verlangt am Suckoth den Eßrog zuvor in Zucker etnzukochen u. f. w. Endlich schwingt sich Einer auf

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