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Jeschurun · 1865-11-01 · Heft 2 (November 1865) · p. 65

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 2 (November 1865)
Article
Die Politik der "Vergewaltigung"
Date
1865-11-01
Page
65 (sequence 3)
Language
German
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65 beleuchtet in einer Urkunde aus alter Zeit. einst über ihn Gleichnißspruch und Dichtung — ihm freilich — während des Vollbesitzes seiner Macht — unverständlich! Und aus den Trümmern seiner Macht einst verkündet er selbst durch sein Geschick: ״Weh',: wer nur häufet was sein nicht ist — sein nicht bleibt; — wie lange, dauert's? Und mit jedem Schritt steigert er nur der Verantwortung Schwere I" Denn plötzlich , wenn zur Höhe gipfelt die Macht, dann erheben vom Boden sich die, die ihn packen mit dem Zahn ihres Hasses, dann erwachen aus der Ohnmacht der Unterdrückung die, die ihn erzittern machen, — und zum Raub wird des Gewaltigen Macht! Denn in der Machtstätte Seines Gesetzes ist Gott — schweig' seiner Wallung gegenüber die Erde! — Einst noch bedeckt die Himmel seine Herrlichkeit, und seines Abglanzes wird voll die Erde! — Der Fnnke der Gotteserkenntniß wird dann zum Lichte —. Strahlenglanz ihm, durch Seine Hand —: und darin liegt das Geheimniß Seiner Allmachl Wnltnng! In dieses Zieles Dienst steht, was die Menschheit trifft — vor ibin her zieht auch die Pest — und auch der Feucrbrand folgt seiner Spur! — Er tritt ein in die Menschenwelt und mit Seinem Maaße misit Er sie — Völker vergehen vor Seinem Blicke — vor ihm zerstiebt, was ewig stark — sinkt nieder, was hoch schien fär immer — d t e Gänge aller Zeiten — Sein sind sie! — N. H.

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