Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 11 (August 1865)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1865-08-01
- Page
- 346 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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346 Beiträge zum Berständniß der ersten Blätter des Pentateuch. bäum auch deinem Genüsse dient, vergiß nicht, daß er die Frucht auch für seine Gattung schafft, daß die Saat für die Gattung in der Frucht liegt, und lasse dich die Lüsternheit nach der Frucht nicht zu einer Degenerirung des Baumes für seine Gattung verleiten. Es heißt ferner *אשר זרעו בו עלי האר, Früchtbaum, der Frucht für seine Gattung schafft, in welcher sein (oder ihr, der Gattung) Same ist über der Erde. Der erste Baum war Erzeugniß der Erde, die Keime der künftigen Bäume find der Erde entnommen, werden über der Erde gezeitigt, und fortan muß die Erde selbst erst den Keim empfangen um ihn in ihrem Schoß zu entwickeln und zu spenden. So war das Wasser zuerst über die Erde verbreitet, ward bann über die Erde gehoben um aus der Hohe wieder der Erde zu werden. So wird auch das zuerst über die ganze Erde verbreitete Licht der Erde genommen und an Lichtträger in der Höhe gebunden, von denen eS erst die Erde wieder zu empfangen hat. So auch der Samen und die Erde. Dieses gegenseitige Empfangen und Spenden ist der Typus, zu welcher das Schöpfungswerk die ganze Erdschöpfung leitet. Alles Scheiden und Ausetnanderlegen erzeugt jenen Wechsel und Austausch, der das ganze Erden-Lebenausmacht. Eins ist auf das Andere angewiesen, nicht nur zu empfangen, sondern auch zu spenden. Der Baum bedarf der Erde, aber auch die Erde des Baumes. Alles empfängt um zu spenden und alles Gespendete kehrt, vervielfältigt, veredelt, zu neuer Segensspende zu ihm wieder — Nota. אונקלם übersetzt למינהו immer: למטר,י, für seine Arten, also wie למיטו, im plur. Diese Anffaffung der pronominalforin רו ist auffallend und mir unerklärlich. (Fortsetzung folgt.)