Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1865)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1865-02-01
- Page
- 147 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ersten Blätter des Pentateuch. 147 Eigentümlichkeit ausprägt und die die einzigen Vermittler ihrer Erkenntniß bilden. In der Sprachweisheit unserer ח׳ז׳ל ist daher ein bedeutender Unterschied, ob das Objekt einfach durch Nennung des Gegenstandes, oder durch אח vermittelt auSgedrückt wird. Im ersten Falle erstreckt sich die Wirkung nur aus den Gegenstand al« lein, im letzter» zugleich auf alle diejenigen Momente, in welchen er seine wesentliche Wirkung äußert. So würde כבד אביך nur den Vater als Gegenstand der Verehrung darstellen, את אביך läßt diese Verehrung auch auf alle diejenigen erstrecken, die in solcher Beziehung zum Vater stehen, daß in ihnen die Person deS Vaters vergegenwärtigt wird, z. B.: אשת אביך, die Stiefmutter und ebenso את אמך, den Stiefvater. את ist somit in Wahrheit ein רבו׳, das den Gegenstand in weitem Umfange begreifen läßt. So erweitert auch hier das את den Begriff שמית zum Mitetnschluß aller Himmelskörper, so wie ארץ zum Miteinschluß aller Erdgeschöpfe, in denen sich eben die Wirksamkeit deS Himmels und der Erde charakteristisch ausprägt. אח השמים ואת הארץ» Wir haben schon im Jeschnrun Jahrg. Vill. S. 274—276 ff. die Begriffe שמים und ארץ aus ihren Wurzeln zu entwickeln versucht. שמים hat sich uns als Bezeichnung der ganzen außerirdischen Welt, und zwar als das doppelte שם dargestellt, als das obere und untere Dort, als der unermeßliche Doppelraum oberhalb und unterhalb der Erde, oder vielmehr — von der rad.שום Ort anweisen, bestimmen,—als der ganze Complex aller außerirdischen Weltkörper, durch deren sich gegenseitig begränzende Kräfte die Erde, wie jeder andere Punkt im Weltall ihren Ort angewiesen erhält. Für jeden Punkt im Weltall, wäre sodann der ganze übrige Weltenraum mit seinen Körpern שמים. Jedenfalls lehrt schon das Wort שמים, daß wir hier keine überirdischen, kosmogonischen Enthüllungen zu erwarten haben. Die außerirdische Welt wird nur in ihren Beziehungen zur Erde und von dieser aus begriffen und besprochen. תודה will das Gotteswort sein, unser Wegweiser auf Erden und unsere Orientirung in unserer irdischen Welt. Diese und uns aus Gott erstehen lehren, daS ist ihr Zweck. Darum stellt sie uns in den Anblick unseres Himmels und unserer Erde und spricht את השמים ואת הארץ, dieser Himmel mit seinen zahllosen Sternen und diese Erde mit ihren zahllosen Geschöpfen, der Gott, der noch jetzt diese unermeßliche Man-