Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1865-01-01 · Heft 4 (Januar 1865) · p. 116

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 4 (Januar 1865)
Article
Zur Falaschahfrage
Date
1865-01-01
Page
116 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2932754-2932947-2932952-2949161--09307-2949199
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bei dem hohen Interesse das sich in jüngster Zeit dem fernen Osten zuwandte, wo vielleicht mehrere hunderttausend jüdischer Brüs der in Gefahr sind, von uns gänzlich abgeschnitten zu werden und dex Bekrhrungsmanie christlicher Missionögesellschaften zum Opfer zu fallen, dürften folgende in den Jahrgängen 63 und 64 des s ״Globus" befindliche Notizen wohl der Mtttheilung werth sein. Diese FalaschaS, d. h. Verbannte oder Wanderer, stammen angeblich aus Jerusalem. Sie erregten die Aufmerksamkeit der Gesellschaft in London, welche viel Geld verwendete, um die Kinder Israel zum Christenthum zubekehren. Als Apostel verwendet sie getruste Juden, zumeist aus Deutschland, und zu diesen gehört auch! der Missionär H. Stern. Nachdem er eine Zeitlang unter den Faß laschas verweilt, kam er 1861 nach Europa zurück und veröffentlichte über das interessante Volk ein Buch. Die Folge war, daß die Bekehrungsgesellschaft ihn 1862 wieder nach Habesch sandte, wo er vom König Theodor sehr freundlich empfangen worden war. Mit 8 Ihm gingen zwei andere Missionäre, R o se n t h al und H au s m an n. x; Diese drei Männer vertheilten dann Bibeln unter den FalaschaS, prej| digten, gaben Schulunterricht und meldeten nach Europa, daß sie |

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.