Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1865)
- Article
- Zur Falaschahfrage
- Date
- 1865-01-01
- Page
- 116 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Bei dem hohen Interesse das sich in jüngster Zeit dem fernen Osten zuwandte, wo vielleicht mehrere hunderttausend jüdischer Brüs der in Gefahr sind, von uns gänzlich abgeschnitten zu werden und dex Bekrhrungsmanie christlicher Missionögesellschaften zum Opfer zu fallen, dürften folgende in den Jahrgängen 63 und 64 des s ״Globus" befindliche Notizen wohl der Mtttheilung werth sein. Diese FalaschaS, d. h. Verbannte oder Wanderer, stammen angeblich aus Jerusalem. Sie erregten die Aufmerksamkeit der Gesellschaft in London, welche viel Geld verwendete, um die Kinder Israel zum Christenthum zubekehren. Als Apostel verwendet sie getruste Juden, zumeist aus Deutschland, und zu diesen gehört auch! der Missionär H. Stern. Nachdem er eine Zeitlang unter den Faß laschas verweilt, kam er 1861 nach Europa zurück und veröffentlichte über das interessante Volk ein Buch. Die Folge war, daß die Bekehrungsgesellschaft ihn 1862 wieder nach Habesch sandte, wo er vom König Theodor sehr freundlich empfangen worden war. Mit 8 Ihm gingen zwei andere Missionäre, R o se n t h al und H au s m an n. x; Diese drei Männer vertheilten dann Bibeln unter den FalaschaS, prej| digten, gaben Schulunterricht und meldeten nach Europa, daß sie |