Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 12 (September 1864)
- Article
- Das jüdische Weib
- Date
- 1864-09-01
- Page
- 404 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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404 DaS jüdische Weib. IV. ben erhalten, hat Josef schon an dem Quell seines Daseins von seiner Mutter geerbt, die' mit ihrem Geiste auch weit über den engen Kreis gewöhnlicher häuslicher Beschränkung hinüberragte. Schon als Knabe stand Josef geadelt, *) Als Knabe geadelt am Quell'. Frauen! Auch sie überschritt die Mauern! Wie aber Rahel früh starb und ihr Grab in der Fremde fand, so ging auch das Reich, das ihre Kinder gründeten früh in Trümmer und sie gingen voran den thränenreichen Weg in die Verbannung. Und wenn noch heute in Rama's Wipfeln die Klage flüstert, so ist es Rahel, die um ihre Söhne weint, untröstlich weint, weil sie Gott vermißt. Ihr aber entgegnet der Trost: Weine nicht mehr und trockne die Thräne», noch winkt Lohn deinem Wirken, sie kehren wieder aus Feindes Land, noch blühet Hoffnung deinem Ende, es kehren die Söhne zur Heimath wieder — *) פרט ,פרד ,פרח, vgl. אפרחי.