Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 11 (August 1864)
- Article
- Amerika : Chicago Ill. [Nachricht]
- Date
- 1864-08-01
- Page
- 392 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- hazzan 1× ep/1004827
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% W2 prinziploien Compromisse kam es dennoch zu einer Trennung. Als eta. Ueberrest der frühere» Parteikämpfe cxistirt noch eine höchst eigenth -uilzche.,Ard;' Gotteshien^eS. MiewW das gewöhnliche . D.bethuch: der d>utschen/Juden' beibehalten.ist, ist der Gottesdienst doch weder orthodox noch Teiouimt. Nicht oithodox, weil sehr wichtige Vorschriften in Betreff des Wischen Gottesdienstes, z. B. der Kiddusch an Freitag Abend fongclassen wtrb, wichtige Gebete gekürzt oder völlig gestnchen sind und durchaus nicht in der Syna- .Q.ogc gebetet werden. Nicht resormirt, denn alle die Kardinalpunkle der Resormbewegnng weiden hier vergebens gesucht. Es Herrscht eben kein Prnizip in den Veränderungen, die in der K. Aitshai Maarab eingeführt sind und der einzige leitende Gesichtspunkt war Connivenz Wie könnte man es sich sonst erklären, daß die Cohanim, Messias, Auferstehung, Rückkehr zu Zion, zweite Feiertage rc. offiziell bedehalten sind, während zu selber Zeit Talmud und Poskim und sogar biblische Gesetze und Lehren in vielen Punkte» diskreditirt sind? Daß. dieser Zustand während vieler Jahre bestehen konnte, | hat seinen Grund theilweise in Unwissenheit, die nicht zwischen!j wesentlichen und unwesentliche» Dingen unterscheiden kann und vom ij äußern Schein leicht bestochen wird, Heils ein Jndifferentismus, 1 der keine Rücksicht auf religiöse Fragen nimmt und vollkommen dernhigt ist, wenn die Finanzen der Gemeinde auf gutem Fuße sind und es theilweise für eine verlorne Hoffnung beträchtet, Liese Gemeinde auf einen gesunden Fuß zu bringen und deshalb vollkommen unthätig bleibt. Vor einigen Wochen war jedoch sowohl in Privatals öffentlichen Zirkeln die Frage lebhaft erörtert, ob man k eine Synagoge bauen soll, und dies gab auch Gelegenheit, ändere und viel Wichtigere Fragen zu erörtern. ״Was soll der zukünftige Charakler der K. Anshai Maaräb sein?" fragen die Mitglieder; und. als Männer von gesundem Menschenverstände ist es sehr natür-; dich, daß sie eine solche Frage aufwerfen. ״Man fordert mich auf," sagt Mr. A., ״meinen Beitrag zu einer Institution zu leisten., die vielleicht nicht einmal vor den radikalsten Reformen in den Formen und Gebeten des traditionellen Judenthums zurückschrecken wird; ich hin nicht geneigt, die Hände der Destruktiven zu unterstützen. Wenn ich indessen weiß, daß die Vorschriften des Schulchan aruch als die maßgebende Norm für unsern Göttesdicnst angenommen werden, so werde ich nicht zurück stehen, sondern vollkommen/ meine Pflicht thun." Und Mr. B. sagt: /״Ich bin nicht zufrieden Mit der jetzi- .gen düstern Art des Gottesdienstes. Ich brauche eine Ozgel, Chor, Familiensttze und einen Chasan, der. zü fingen versteht. Wenn man damit überein stimmt, so könnt Ihr, Ihr Herren vom Coinite, auf meinen. Beitrag für die projectirte neue Synagoge rechnen." \ Und Mr. C. schlägt die Annahme des Minhag America vor. Wor- |