Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 11 (August 1864)
- Article
- Aus der Zukunft
- Date
- 1864-08-01
- Page
- 369 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der Zukunft. Novelle von S . .. ״Willkommen, liebste Frau Kohn; herzlichst erfreut Sie bei bei mir zu festen. Wie befinden Sie sich denn, meine Theure?" ״Vielen Dank beste Freundin, für Ihre freundliche Nachfrage; mir gcht's gottlob gut, und wie geht eö denn Ihnen? Was machen Ihre holden Kleinen?" ״Astes wohl, Alle frisch und munter. Aber auch Sie liebe Freundin, haben sich prächtig wieder erholt, Sie blühen ja wie eine Rose. We geht es denn Ihrem Herrn Gemahl?" ״Pauke auch recht gut. Mein Mann wird sich sehr geschrneichelt fsthlen, wenn ich ihm mitthcile, daß ein so schöner Mund sich nach ihm erkundigt." ״Schmeichlerin," entgegnete lächelnd Frau Beer, ״aber die Schönheit feiner Frau Gemahlin läßt Herrn Kohn schwerlich dazu kommen, andere Franen auch nur anzublicken." ״O warum denn nicht? Kennen Sie denn nicht das Sprichwort: ״Was man sein eigen nennt gefällt einem nie?" Diese Worte waren lächelnd gesprochen und mit einem Ausdruck der scherzend sein sollte, aber der Seufzer der dabet, ihr selber unbewußt, den Busen der jungen Frau hob, stellte den Scherz ihrer Worte einigermaßen in Zweifel. ״Aber nun sagen Sie mir", begann Frau Beer wieder, ״liebste Frau Kohn, was verschafft mir denn heute das so