Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1864)
- Article
- Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
- Date
- 1864-02-01
- Page
- 167 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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der materialistischen Weltanschauung. 167 gen hatten, etwas völlig Bekanntes. Die Weisheitslchren der ״neuen Botschaft", sind ja selbst bis auf den Ausdruck ausnahmlos dem Munde jüdischer Weisen entnommen. Das ist völlig unbestrittene Thatsache. Weisheit hatten die Juden von den Aposteln nicht zu empfangen. Allein den Glauben an ein Wunder forderten die Apostel von den Juden, ein Wunder, das den ״semitischen" Juden völlig fremd und unbegreiflich war, und das die Reinheit ihres Gottesglaubens in seinen tiefsten Grundfesten erschütterte. Ein Wunder laßt sich aber nur durch ein Wunder constatiren. Doch wir haben unser Pensum längst überschritten. Diese Weltanschauung der Isis hätte kaum eine Widerlegung verdient, hätte nicht ein Referent in einem, dem allgemeinsten geschäftlichen Leserkreise gewidmeten Blatte diese Weltanschauung so verherrlichend angepriesen. Diese Anschauungen sind weder originell noch neu. Sie sind die einem materialistischen Pantheismus seitDecennien gang und gäben Annahmen, mit welchen mau sich die Erscheinungen in der Natur und Geschichte zurecht zu legen versucht, Annahmen, deren Nichtigkeit jedem frei denkenden Kundigen längst offenbar ist, und die, wie so oft schon, von dem gesunden Bewußtsein der Menschheit zuversichtlich aufs neue werden überwunden werden. Allein einem Leserkreis mit ziemlicher Prätension dargeboten, der wenig Beruf und Neigung fühlen dürfte, der Denk- und Folgerichtigkeit solcher Annahmen aus ihren Prämissen gründlich nachzugehcn, schien es nicht überflüssig, einmal zu zeigen, in welcher eklatanten Weise Willkür und Unkunde sich hier die Hände bieten, um das Thatsächliche der Welt und der Geschichte zu entstellen und zu mißbrauchen um eine Weltanschauung zu consteuiren, über welche die Wahrheit der Thatfachen unerbittlich den Stab bricht.