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Jeschurun · 1864-02-01 · Heft 5 (Februar 1864) · p. 159

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 5 (Februar 1864)
Article
Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
Date
1864-02-01
Page
159 (sequence 15)
Language
German
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der materrälistischen Weltanschauung. 159 Spur visionärer Verzückungen aufzuweisen hat, obgleich das Ganze das entschiedenste Gepräge des nüchternsten , klarsten Verstandes trägt, das nirgends bemüht ist in die übersinnliche Welt hineinzuschauen, sondern es nur mit der diesseitigen, konkreten, irdischen Welt zu thun hat, um hier die menschlichen Verhältnisse nach den praciscn Normen der Wahrheit, des Rechts, der Liebe und der Sittenheiligung zu ordnen. Der kann auch aus der Bibel, aus der ״semitischen" Bibel, aus dem Buche, daß die Welt überwunden und überwindet, das die Erleuchtung und Gesittung in die Paläste und Hütten der Menschen getragen und trägt, das bewußt und mibewußt die geistige Mutter aller europäischen Heroen des Geistes geworden, dem, bewußt und unbewußt, Alles entquollen und entquillt, waS in Wahrheit erlösend und freimachend, erleuchtend und veredelnd, sie dem Geiste des Jahrhunderts vermacht, vor dem die entsittlichenden Götter Griechenlands und Roms und die Menschenopfer der Druiden geflohen, und das noch heute den Kampf des Rechts mit der Gewalt, der Freiheit mit der Vernichtung, der Menschwürde mit der Menschenentwürdigung, der sittlichen Gottesverehrung mit dem entsittlichenden Gotzenthum der Gottentstellung und der Gottesleugnung kämpft; — der kann, dem Systeme zu Liebe, aus diesem Buch der Bücher ein Buch des mosaischen Götzenthums machen, vor welchem die erleuchtetere Gotteserkenntniß der romanischen, germani» schen und slavischen Völker die Welt mit ihrem Deus und Gott und Bog bewahrt! Einem solchen Systeme zu Liebe müssen denn die verschiedenen Gottesnamen des Einen einzigen Gottes der Bibel, El n. s. w. sich gefallen lassen, ebensoviele Götter zu werden, obgleich man ebensogut einen Autor, der in seinem Buche der verschiedenen Namen Gott, der Allgütige, der Allmächtige, der Himmel, der Herr sich bedient, zum heidnischen Anbeter ebensovieler Götter machen könnte, lediglich um die Autoren der Bibel sämmtltch zu Polytheisten, zu ״Verehrern zahlreicher Gottheiten" zu machen, ״an deren Spitze Salome den Adnai gestellt habe" — obgleich unglücklicher Weise dieser Name, wenn wir nicht irren, im Munde Salomo's kaum einmal vorkommt, dagegen schon im Munde Abrahams der gewöhnliche ist! — muß gar David, der ganz eigentlich das Bewußtsein der Aufgabe in sich trug, die Verehrung und Hingebung des Einen Einzigen in die Gcmüther der Menschen aller Volker,

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