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Jeschurun · 1863-08-01 · Heft 11 (August 1863) · p. 506

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Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 11 (August 1863)
Article
Zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert
Date
1863-08-01
Page
506 (sequence 6)
Language
German
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506 Dir Folgen des ZiNenbranbein Straßbmg am 14. FeHr. 1348. Kehsern an dem Riche oft getan haut, vnd noch tun suüent vnd mvgent in künftigen ziten vcrgebcnt vnd versehen habent, vergebent vnd versehent och, mit discm briefe alle die getat vnd geschiht die von jren wegen oder jeman anders in jr Etat an den Juden daselbst vnsern Camerknechten, ez sic (es sei) geschehen an jren liben oder an jren» gute, vnd dazu daz gerihte daz sie über dieselben Zuden an jr libe vnd gut mit urteil getan habent. Vnd sagent sie, jr Erben vnd alle jr Nachkome viix uns vnd alle vnsern Nachkomen an dem Riche so sint, König.oder Keyser, umbe dieselbe getat, geschiht vnd gerichte alse sie die-begangen habent an denselben Juden, umbe alles daz gut daz sie von jn genomen, gewannen oder empfangcu habent, heimelich oder vffenlich, in welicher wtse daz geschehen ist, quit ledig vnd los gar vnd gentzlich, vnd wellent ez vürbas an sie nieiner me vorder» noch heischen, vnd darumbe gebiclent wir allen Herren Granen, Frien, Lantvogten, Richtern, Rittern vnd Knechten, Bürgermeistern, Reten, Burgern vnd Stetten,׳ Edcln vnd Vnedeln, die nu sunt oder künftig werdent, vnsern vnd des Riches getruwcn, daz sie die vorgenante Bürgermeister, Rat vnd die Burger gcmeinlich zu Strazburg, jr Erben vnd jr Nachkomen «mbe die vorgenante getat, geschiht vnd gerihte, die sie getan vnd begangen habent an den Juden vnd an jren gute alse da vorgeschriben ist wider dise vnser Künigklich briefe nit angriffen, benvtigen, hindern noch irren sullent, noch in keinerlche wise beschedigent, snnder bi disen vnsern gnaden gnedeklich laffent bliben alse lieb jne sie vnser Künigklich gnade zu habende. Mit urkunde diz briefcs versigelt mit vnserm Künigklichen Jngesigel. Der geben ist zu Spire, da man zalt nach Cristes gebürte Drüzchenhundcrt vnd Rune vnd Viertzig Jar, am nehsten Samsdage nach vnserre frowen dage alse sie gcborn wart, ime Vierden Jar vnserre Riche.*) ES ist das ein Ablaßbrief in Form allen Rechtes für Raub, Mord, Todschlag, Verbrennung und Abschlachtnng von Juden, wie wir einen charakteristischcrn nicht anffinden könne». Man ersieht eben daraus, wie auch im Mittelalter nur das gemeine Geldintercsse über das-Schicksal der Juden zu Gerichte saß, und wie ein Haman für *) S. KönigSLofen l. c. p. 1VS2 u. 1053.

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