Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1863)
- Article
- Eine Judenvertreibung in Amerika
- Date
- 1863-07-01
- Page
- 466 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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466 Eine Judenvertreibung in Amerika. wo wie früher in 9tom ״inter arma silent leges“, haben diejenigen die wie wir keine numerische Stärke besitzen unser Recht zu erzwingen, das unantastbare Recht, die sichersten Garantien von der Erecutive zu verlangen, daß ihre persönlichen ctvilen und religiösen Rechte, nicht wie es hier geschehen ist, von Männern auf das schmähltchste verletzt werden, die die ganze Gegend wo sie kommandiren in absoluter Unterwerfung halten. — — — — — — — -- Es wird dann auf die Gefahren htngewiesen, die die nicht völlige Verdammung einer solchen Ordre, auch für andere Religionsfetten haben können, indem dann keine davor sicher ist, daß nicht auch für die Unterdrückung und Versagung ihrer Bekenner sich ein Schcingrund aufftndcn ließe. ״Wie würde den Baptisten oder Methodisten derselbe Becher schmecken, von Presbyterianern oder Katholiken ihnen gereicht? Und doch ist der Fall ein nicht unwahrscheinlicher, wenn die Unbilden über welche wir uns zu beklagen haben, nicht auf das energischste wieder gut, und ihre Wiederholung unmöglich gemachtAwird."- Auch bisher hatte sich noch keine christliche Stimme in der amenkauischen Presse energisch zu Gunsten der Juden erhoben, um so mehr verdient es Anerkennung, wenn pines der Hauptorgane Philadelphias der Ledger es endlich unternahm diese Schuld zu sühnen. Nachdem er bemerkt, baß ohne Zweifel wohl irgend einer der vielen spekulirenden Juden gegen das Gesetz gehandelt, und vielleicht verrätherische Verbindungen mit dem Feinde gehabt, fragt er mit vollem Rechte: Sind es aber nur Juden die so gehandelt haben? Wir denken nein. Tausende anderer Spekulanten und Verräther stehen täglich in Verbindung mit dem Feinde. Es gibt gewisse Officiere der Armee, gewisse Cavallerie-Lieutnants, die sehr stark in Verdacht standen solche Verbindung mit dem Feinde zu unterhalte», zu welcher ihre hohe Stellung ihnen oft Gelegenheit gab. Ist es aber ferner Recht, gegen eine ganze Klaffe oder Sekte, wegen der Fehler Einzelner, einzuschreiten? Die die Juden am Besten kennen, setzen großes Vertrauen in sie, und wissen, ein wie großer Akt der Ungerechtigkeit und Mangel jeden richtigen Urthetls begangen wurde durch einen Ordre, die wahrscheinlich nur unbedachtsamer Weise von