Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1863)
- Article
- Zum jüdischen Gemeindeleben
- Date
- 1863-06-01
- Page
- 404 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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404 Zum Mischen GemMelebm. למזורזים. Däraus, daß Möses den Auftrag der Einsetzung Josuä's zu seinem Nachfolger Mit den Worten enthielt: 12 אח יהושע, und er hatte ihm doch keine neuen Geböte, sondern nur die Ausführung der bereits gegeben Gesetze zu empfehlen, hatte ja überhaupt nicht selbständig zu gebieten, sondern nur die GeboteDottes zu überbringen, daraus schloß R.Jehudä b. B, daß dem Worte N12 überhaupt nicht sowohl der Begriff der ErtheilUng eines Auftrags, als vielmehr׳ des Anspornens und Antreibens tNnewohne, einen bereits ertheiltcn oder noch zu ertheilenden Auftrag mit Festigkeit und Euergie auszuführen. Er erblickt in deM חזקהו ואם2הו nur eine Erläuterung des 12 אה יהושע, und fügt dann bedeutsam hinzu: Indem somit selbst ein Jvsua noch des Festmachens und des Anspornens bedurfte, lernen wir hier gelegentlich, daß man überhaupt nur den bereits Festen befestige und nur Den, in welchem bereits der Antrieb zur Pflichterfüllung liegt, zur Erfüllung dieser Pflicht treibe אין מחזקים אלא המוחזקים ואין מזחים אלא למזורזים. Nicht das abgestorbene Reis nimmt man und pflanzt es und begießt es und leitet den Sonnenschein ihM zu und pflegt es und schützt es vor Ungeziefer; aller Regen und Sonnenschein, alle Pflege und Sorgfalt wird dem Reis keinen Trieb und keine Frucht entlocken, in welchem Keim und Trieb bereits erstorben. So erwartet Gott auch von der Kraft seines Wortes Mcht die Wiederbelebung der bereits dem Pflichtbewußtsetn völlig Abgestorbenen, wohl aber will er die bereits Festen befestigen, die bereits Wollenden treiben. Es bedarf also auch der Feste der Befestigung, bedarf der bereits Wollende des treibenden Sporns. Tausend Reize und verlockende Vorspiegelungen giebt es ja, die auch selbst den Festen schwankend machen können, tausend Bedenken und Bedenklichkeiten, die auch den. Wollenden von energischer Erfüllung seiner Pflicht abzuhalten vermögen. Darum gtlt's den Festen zu befestigen, darum gilt's den Wollenden zu spornen, gilt's den Festen zu wappnen gegen Verlockung und Reiz,.gtlt's den Wollenden mit Schnellkraft über alle Bedenken und Bedenklichkeiten muthig hinüber zu treiben, und das Zauberwort, das dieses festigende und irrtbende Wunder, zu vollbringen vermag, heißt: מ2וה, heißt jenes Wort, mit welchem Gott, ד׳ 2באו׳, einen Jeden von uns an seinen Posten verweist, wo wir auszuharven und Seinen Willen zu vollbringen haben, mit der ganzen Festigkeit und der ganzen Pünktlichkeit und