Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1863)
- Article
- Siwan
- Date
- 1863-06-01
- Page
- 394 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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394 Einleitung zum JcsataS. Jesaias und seine Welt. und betete zu Gott und weinte bitterlich. Darauf ward sofort das Wort Gottes an Jesaias, gehe und sage Chiskisa: Dein Gebet habe ich vernommen, deine Thräue habe ich geschaut, ich vermehre deine Tage um 15 Jahre; und deine und dieser Stadt Rettung von der assyrischen Kvntgsmacht werde ich vollbringen und werde schützen diese Stadt. Zum Zeichen, daß Gott dieses Wort, das Er mir gesprochen, erfülle, wird der Sonnenweiser fünfzehn bereits zurückgelegte Grade wieder zurückgehen. Dieses Zetcheu aber, wird uns ausdrücklich Kap. 38, Ende berichtet, hatte sich Chiskisa erbeten. Jesaias nämlich hatte ein ärztliches Mittel zu seiner Heilung verordnet. Chiskisa aber hatte gesprochen: gieb mir ein Zeichen, daß Gott mich heilen wird und ich noch wieder ins Haus Gottes gehen werde (Vergl. Kön. II. 20, 8 f.). Chiskisa fürchtete somit den Schein, als ob ärztliche Mittel sogar gegen die ursprüngliche Gottesbestimmung die Heilung eines Menschen bewirken konnten, und er war wohl um so mehr, zu einer solchen Bcsorgniß vercurlaßt, da seine Natur und Naturwissenschaft vergötternde Zeit mit ihrer Zunft der קוסמים und נבוני לחש wohl nur allzu geneigt gewesen sein mag, ein übermäßiges, von Gott abwendendes Vertrauen in die ärztliche Kunst zu setzen, eine Annahme, die in der Ueberltcferung ihre Bestätignng findet, daß גנז ספר רפואות לתורו לו, daß Chiskisa in weiser Absicht eine vorhandene Schrift über die ärztliche Kunst beseitigt habe (Berachoth 10 b.). Dahin glauben wir die zwei Verse 21 und 22 verstehen zu dürfen, die sonst in ganz unerklärlicher Weise dem 'מכתב לחוקי Kap. 38 am Ende nachgkfügt erscheinen. Es heißt: Jesaias verordnete einen Feigennmschlag zur Heilung, Chiskisa aber entgegncte: Was gibst du mir für ein Wahrzeichen von Gott, daß ich noch wieder in seinen Tempel hinaufgehen werde! Diese Aufzeichnung Chiskisa's, als er eben in jenen bedeutsamsten Tagen bis zum Tode erkrankt und wieder genesen war, lautete aber — wenn wir sie nicht ganz mißverstehen — also: ״In dem Ideals meiner Tage, hatte ich bereits geglaubt, soll ich in die Pforten des Grabes cingk'hen, bin des ganzen Vorzugs^) meiner Anm. i. דמי ,בלמי von דמר, verstellen, sich eine Vorstellung, ein Bild von etwas machen, wie ,חתר p יתר .2 — .דמינו א׳ הסרך ,באשר דמיתי wie