Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1863-06-01 · Heft 9 (Juni 1863) · p. 391

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 9 (Juni 1863)
Article
Siwan
Date
1863-06-01
Page
391 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2932754-2932919-2932929-2947985--08312-2948017
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

IX. Die jüdische Wett. b. Israels Wirklichkeit. 391 uns — fo weit wir es verstehen — die ganze Gott zugewandte Geistes- und Gemüthesrichtung Chtskija's. Leider bietet es dem Verständniß nicht geringe Schwierigkeiten, die wir mit unserer geringen Fähigkeit nur unvollständig zu überwinden vermögen und wagen wir dieses מכתב לחזקי׳, biefe Auszeichnung Chtskija's, nur mit großem Vorbehalte wieder zu geben. Was vor seiner Geburt seinen Eltern bereits verkündet war, daß in seinen Zetten Gott sich noch einmal, wie einst an der pharaonischen Macht, an Assyriens welteroberndem Hochmuth verherrltchen und das Vertrauen seiner Mutter rechtfertigen werde, die ihn ״Emanu—el" nennen und damit die Zuversicht aussprechen sollte, daß nicht mit den um Völkergenuß Buhlenden, sondern mit dem Gott treu bleibenden Nest Gott sein werde zu jeder Zeit: das sollte sich ^Itt-glänzcuder Wahrheit in Chtskija's Tagen vollziehen- In seinem vierzehnten Regierungsjahre zog Sanherib, der König Affurs, mit seiner ganzen Heeresmacht zur Eroberung Jerusalems hinauf. Siegestrunken zog er hinaus. Alle umliegenden Länder lagen erobert zu seinen Füßen. Nicht die Götter Chamaths, nicht die Götter Sefarwajims, durfte er sich rühmen, auch nicht Samariens Gottheiten konnten ihre Völker und Länder vor meiner Macht retten. Schon waren auch die festen Städte Judas Alle in seiner . Gewalt. Höhnend stand sein Feldherr Rabschaka mit schwerem Heere vor Jerusalem, und obgleich er auf eine beunruhigende Nachricht zeitweilig wieder abzog, so kehrte er doch nur zu bald nach neuen Siegen nur um so stolzer zurück. Chtsktja hatte nur das Gebet zu seinem Gotte. Da ward ihm durch Jesaias das Trostwort Gottes: Also hat Gott über Aschurs Königsmacht ausgesprochen: Es verachtet dich, es spottet dein Zions jungfräuliche Töchter, es schüttelt dir das Haupt nach die Tochter Jerusalems. Wen Han du denn geschmäht und gehöhnt, über wen so laut deine Stimme erhoben? Zu Israels heiligem Gott hast du hochmüthig dein Auge erhoben, hast durch deine Diener meinen Gott geschmäht da du sprachest: Der Menge meiner Kriegswagen ver- ' danke tch's, daß ich nun die Höhe der Berge htnangekommen zu dem Aeußersten des Libanons, will nun den stolzen Wuchs seiner Zedern fällen, seine besten Tannen, will seine höchste Höhe erklimmen, bis in seine waldige Flur. Was ich gegraben, das trinke ich; mit met- 25*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.