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Jeschurun · 1863-06-01 · Heft 9 (Juni 1863) · p. 390

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 9 (Juni 1863)
Article
Siwan
Date
1863-06-01
Page
390 (sequence 2)
Language
German
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390 Einleitung zum Zesaias. Zesaias und seine Welt. auch Gott mit ihm, darum handelte er auch in Allem was er E strebte besonnen und darum hatte er auch den Muth dem assyrischen König, vor dessen gefürchteter Macht eben erst das israelitische Reich zusammenstürztc, den Gehorsam aufzukündtgen und ward auch wie sein Vater David eine tapfere Schutzwehr gegen die Philister, diese ununterbrochenen nachbarlichen Feinde des judatschen Reiches. Wie jedoch sein Vater Achas dem völligen Abfall von Gott und seinem Gesetze in heidnischer Umgestaltung des diesem Gotte und seinem Gesetze geweihten Tempelgottesdienstes Ausdruck verlieh, so bekannte Chisktja seine beharrliche Treue bet Gott und seinem Gesetze sofort bet seinem Regierungsantritte durch Reinigung des Heiltgthums von dem Heidenthum der Ackas'schen Reformen. Der Tempel und seine Heiligthümer wurden aufs neue Gott und seinem Gesetze hergestellt und geweiht; wieder tönten Davids und Assafs - Lieder um seinen Altar und freudige Begeisterung erfüllte die aufs Neue in Gottes Heiligthum versammelte Menge. Und weit über Juda hinaus, von Dan bis nach Beer Seba, in alle Gauen Israels, wo nur der assyrische Eroberer noch Reste der alten jüdischen Bewohner gelassen, sendete er seine Boten, wo möglich alles von Israel Ge-! bltebene zum Peßach, zum Feste der jüdischen Nationalgcburt, wie-! der um Gottes Gesetzesheiligthum zu sammeln. Seine Boten gingen! von Stadt zu Stadt in Ephraim und Menasseh bis Sebulon hinauf — und wurden ausgelacht und verhöhnt, und nur wenige Manner aus Ascher, Menasseh und Sebulon fühlten sich angeregt und kamen nach Jerusalem. Dieser geringe Erfolg schreckte Chisktja nicht zurück, er hatte das Seinige gethan und that das Seinige. Juda fand sich einmüthig zu ihm ein und mit diesen und den wenigen, die aus dem übrigen Israel gekommen, feierte er das Peßachsest und brachte das göttliche Gesetz wieder zur Anerkennung und Beherrschung auch des öffentlichen Lebens. Und wie für die praktische Verwirklichung des Gesetzes, so auch für die Sammlung und Er- Haltung des heiligen Nationalschriftthums muß Chiskija thätig gewesen sein. Das 25. Kap. der Proverbien trägt die Aeberschrift: גם אלה משלי שלמה אשר העתיקו אגשי חזקי׳ מלך יהודה. Scheint ja auch mit Davids Gesinnung auch Davids Geist sich auf ihn vererbt und, was sein Gemüth bewegt, in ״süßen" Gottesliedern hinaus gesungen zu haben. Einer dieser Ergüsse ist uns noch ausbewahrt und

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