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Jeschurun · 1863-04-01 · Heft 7 (April 1863) · p. 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 7 (April 1863)
Article
Nissan
Date
1863-04-01
Page
294 (sequence 2)
Language
German
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i '294 Einleitung zum Aesai»-. Zesaias und seine Wett. Propheten verstanden werden kann, der gesendet ward die Hülle von diesen Zuständen herabzureißen und auf diese Zukunft vorzubereiten. Ein Blick in das 3., 4. und 5. Kapitel lehrt uns vollständig diese Zustände kennen und zeigt uns diejenigen Momente des damaligen jüdischen Volks- und Staatslebens, die, berufen die leitenden Träger und Arbeiter an der zu verwirklichenden jüdischen Bestimmung zu sein, ihre Stellung völlig verkannt und Werkzeuge und Förderer des Verderbens geworden waren. ״Ihr darum solltet von dem Menschen lassen, der dm Odem in der Nase trägt; denn seht, was ist cs, wodurch ihm Bedeutung gezollt wird!" חדלו לכם מן האדם אשר נשמה באפו כי במד, נחשב ר,1א, ruft der Prophet Israel zu, nachdem er ihnen den Zusammensturz aller menschlichen Macht und Hoheit vor der fich Bahn brechenden Gottes-Hoheit auf Erden gewiesen, Ihr darum solltet eure Zuver- , sicht nicht darin setzen und eure Größe nicht darin finden, was zuf sammenbrechen muß wenn Gottes Reich auf Erden beginnen soll,!! ihr solltet euch nicht durch den Schimmer und den Glanz dieser fali schm Menscheugrößen blenden lassen, ihr seid ja ganz eigentlich ge- •j sendet die wahre Menschengrvße im Gegensatz zu diesen Men- 'j schengrößen zur Anschauung zu bringen, mit Euch wollte Gott!! ja sein Reich auf Erde beginnen und begründen, und wenn ihr, statt | voranzuleuchten, euch von den Völkern ins Schlepptau nehmen und J hineiureißen lasset in die allgemeine Verirrung, so beginnt auch mit euch das Gottesgericht und bei euch zuerst fällt in Trümmer, was im Gegensatz zu dem Gottesziele, sich, Menschen vergötternd aufrichj ten will. j; Denn siehe 'האדון ד׳ צבאו, der Kap. 1 aufsteht, Zion, Israels p geistiges, ewiges Ziel durch Dahingebung des faulgewordenen Staatslebeus zu retten, er entfernt aus Staat nnd Volk jede ,,männliche und weibliche Stütze", d׳ h. wohl jede natürliche und künstliche, natürlich, wie der Fels, den die Natnr giebt und der den Menschen! trägt ohne erst von ihm getragen zu werden, künstlich, wie der Stab, 1 der den Menschen nur so lange hält als er vom Menschen selbst gehalten wird; oder, wie es so fort heißt, jede Stütze des Wassers und jede Stütze des Brodes, jenes die natürliche, dieses die künstj liehe Stütze des Daseins. Die Natur — wie das Israel von vorn J herein gesagt war bietet sich Israel zum Träger seiner staatli-

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