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Jeschurun · 1863-03-01 · Heft 6 (März 1863) · p. 267

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 6 (März 1863)
Article
Aus der Gegenwart
Date
1863-03-01
Page
267 (sequence 8)
Language
German
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Von S... 267 mir wieder gut, Bella?" Er sah sie bittend an, so zärtlich bittend, daß Arabella fast an die Veranlassung der- Bitte vergaß und nur den bittenden Gatten sah. Bis im Innersten ihres Herzens fühlte sie sich bewegt, liebevoll blickte sie zu ihm auf und eine Thräne füllte ihr schönes Auge; rasch küßte Arthur sie weg und umschlang sein junges Weib mit beiden Armen. ״Guten Morgen, liebe Kinder, ihr nehmt's doch nicht übel, daß ich euch so früh störe?" ertönte die freundliche Stimme des Commerzienrathes. Die Gatten sprangen auf und erwiederten den freundlichen Gruß auf's herzlichste. Arthur schob den weichsten Lehnsessel herbei, und beide wetteiferten in ihren Aufmerksamkeiten für den Alten, dem die winterliche Kälte draußen nicht sehr behagt zu haben schien. ״Aber lieber Papa," sagte Arabella, ״was treibt Dich denn so früh in die rauhe Morgenluft hinaus, um die Mittagsstunde ist's viel milder." ״Was mich so früh hinaus treibt, böses Kind, das weißt Du nicht? Was anders als die Sehnsucht nach meinem Töchterchen- Wenn Muhamed nicht zum Berge kommt, muß der Berg wohl zu Muhamed kommen. Den ganzen Abend haben wir euch gestern erwartet." ״Ach, das ist mir leid, aber ich hustete ein wenig und da wollte Arthurs übertriebene Aengstltchkett mir nicht gestatten, in der Abendlust auszvgehen." ״Und am Sabbath konnten wir doch nicht fahren," fügte Arthur ernste hinzu. Sein Schwiegervater wandte sich freundlich zu ihm und reichte ihm die Hand. Es war ihm auch in der That ernst mit dem Versprechen, das er seiner Braut gegeben. Zwar gedachte er nicht, ihre religiösen Anschauungen zu den seinen zu machen, aber er hatte sich fest vorgenommen, sich in Allem nach denselben zu richten. Er liebte seine Gattin aufrichtig, mit aller Kraft seines feurigen Herzens, und wenn sie es gefordert, er hätte mit derselben Bereitwilligkeit alle Observanzen des Korans oder des Buddhaismus übernommen. Herzlich drückte er die ihm dargereichte Hand. ״Ich bedauere außerordentlich, daß ich mich des Vergnügens Ihrer werthen Gesellschaft berauben muß, aber eine Verabredung, die ich mit einigen

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