Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 6 (März 1863)
- Article
- Adar
- Date
- 1863-03-01
- Page
- 254 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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254 Ginleitung zum Zesaia-. Zesnias und seine Welt. dem die Wohlanständigkeit ber מתקדשים ומטהרים אחר אחת בתיך, der sich nach dem Ideale der vermittelnden Natur-Eine Bildenden nicht genügt, der sich vielmehr mit seiner ganzen Lebens- und Handlungsweise nicht lediglich zum Wohlgefallen der Menschen, sondern zum Wohlgefallen des Einen Einzigen Gottes durch Erfüllung Seines Willens bilden und gestalten will. Ihm wäre es der entschiedenste Rückschritt, es wäre Verrath an seiner ganzen, das höchste Ziel des menschlichen Fortschrilles bringenden Mission, wollte er, von dem Gottes-Worte, desscn Depositair für die Menschheit er ist, und mit welchem er naturgemäß bis zum wirklichen Ziele der Zetten in unverstandener Zsolirtheit sich befinden muß, wollte er, von diesem Gottes-Worte lassend, zurückgreifen zu den Prinzipien der Völker und deren Kultur alleinigen Maßstab auch für seine Handlungs- und Lebensweise sein lassen. Das ahnen die jüdischen מתקדשים ומטהרים אל הגנות אחר אחת בתוך, die אוכלי בשר החזיר והשק והעכבר nicht. Was bei allen andern Völkern Fortschritt, auch von dem Juden mit wahrer Freude zu begrüßender Fortschritt ist, das, meinen sie, wäre auch für den Juden Fortschritt, und weil sie, indem sie mit dem Ausgeben des jüdischen Gotteswortes und der von ihm geforderten Handlungs- und Lebensweise, sich ganz und ausschließlich in die Arme der japhettschen Kul-- tur werfen, von den japhetischen Völkern, wie von deren noch unreifem, unaufgeklärtem» Standpunkte aus ganz natürlich, mit Anerkennung als die Aufgeklärten, Fortgeschrittenen begrüßt werden, darum hassen, ja ächten sie die Gesetzcstreue, die 'חררה אל רבר ר bleibt, und sprechen mit stolzem Selbstgefühl: 'למען שמי יכבד. ד, die Anerkennung und Auszeichnung, die wir bet den Völkern finden, ist ein קידוש השם! Die Bänder, Orden, Ehrenzeichen und Ehrenstellen, die wir von den Völkern erlangen, sind eine Verherrlichung des jüdischcn Namens, zu welcher ihr nicht kommen werdet, so lange ihr mit ängstlicher Gewissenhaftigkeit an dem alten Gesetzesworte hangen bleibet, die wir auch nimmer erlangt hätten, wenn wir nicht über dieses alte Gottes-Wort fortgeschritten wären!" und sehen nicht, daß sie mit dem Aufgebcn des alten jüdischen Gotteswortes eben ihre jüdische Mission unter den Völkern aufgeben, eben damit aufgehört haben Juden zu sein, und das Bändchen in ihrem Knopfloch nicht eine Verherrlichung sondern eine Höhnung des jüdischen Namens,