Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 12 (September 1862)
- Article
- Zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert
- Date
- 1862-09-01
- Page
- 591 (sequence 11)
- Language
- German
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Von Dr. M. Ralph. 591 tel bekam wieder die goldene Farbe der Gesundheit: — der Rath zog sämmtliches Gut der Juden ein > und vertheilte es unter die Bürger nach Kopfzahl; — die feisten Pfaffen freuten sich: — ste wußten manch schwachem Gemüthe plötzliche Skrupel in's zarte Gewissen zu setzen, — mancher gab seinen Beuteantheil an ״vnser frowen Werg" oder ״durch Gyt" nach des Beichtvaters Rathe; — das war das Testament der Juden, solchen Segen stifteten sie noch nach ihrem Tode mit ihrem Vermögen, das, wie der Zeitgenosse schreibt, das ״eigentliche Gift" war das ihnen den Tod brachte. — Ein Rathbeschluß sicherte die Stadt Straßburg für 100 Jahre vor der Gegenwart der Juden"). — (Fortsetzung folgt.) ") Die Jeschmun VIII. p. 482 und 488 angeführte Grabinschrift stammt aus Rom selbst und sind die dort gemachten Angaben demgemäß zu berichtigen. 89