Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 12 (September 1862)
- Article
- Elul
- Date
- 1862-09-01
- Page
- 564 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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564 Elul. Geist mit Kenntnissen zn bereichern und die diese Mängel des Zugendunterrichts im Leben am meisten gefühlt, werden auch am eifrigiten bemüht sein ihre Kinder etwas Tüchtiges lernen zu lassen, damit ihren Kindern die Nebel erspart , bleiben, die die Unwissenheit ihnen gebracht. Und es wäre gefährlicher für unsere Kinder krank und dumm, — als schlecht zu sein, und wir dürften ängstlicher auf Abwendung von Gebrechen Bedacht zu nehmen haben, die wir kaum verschuldet, als von solchen, deren Dasein ganz als Folge unserer Schuld dastehet? Den Zähzorn, die Heftigkeit, die Streitsucht — die Genußsucht, die Selbstsucht, den Dünkel — den Leichtsinn, die Sinnlichkeit, die Habsucht, der Geiz rc. — die einst Kinder zu Verbrechen und Elend führen können, werden sie von ihren Eltern durch ihr Blut und Beispiel geerbt haben; der Unsegen, der an einem jeden unredlich erworbenen Gute klebt, der Fluch, den die Thräne der Wittwe, der Seufzer der Waise, der Schmerz des Getäuschten, Betrogenen, Gekränkten, den der Jammer jedes Gedrückten dem auf ihre Kosten errungenen Vermögen mit hinausgibt, werden Kinder mit dem Vermögen ererben, das sie aus ihren Händen zur Begründung ihres irdischen Glückes empfangen — und es sollte nicht ihre allererste Sorge sein, jenen fehlerhaften Anlagen und diesem drohenden Unfegen entgegenzuarbetten und ihre Kinder zur Sühne alles von ihnen Verfehlten und Versäumten zu erziehen? פוקר עון אבוח על מים, an den Kindern rächt sich einmal zu allererst jeder Fehler der Eltern,— der Gedanke,wenn irgend einer, muß uns Zur strengsten Aufmerksamkeit auf uns selbst und zur ernstesten Besonnenheit in Behandlung unserer Kinder führen —