Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 11 (August 1862)
- Article
- Judenthum und Civilisation
- Date
- 1862-08-01
- Page
- 553 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Von Oberrabbiner Klein zu Colmar. 583 Ihr Männer, die ihr aufrichtig der Sache der Humanität ergeben seid, Schriftsteller von Gewissen, was wollt ihr? was werft ihr dem Judenthum vor? Wahr ist es, was ihr rein von menschltchen Bestrebungen erwartet, erwartet Israel von der göttlichen Beihülfe; was ihr von den bloßen Fortschritten der Vernunft erhofft, Israel erhofft es vom Einfluß der Religion, die nach und nach die Vernunft erleuchten wird. Kann denn in euren Augen sich der Frieden nicht Herstellen zwischen diesen beiden edlen Mächten, die in gletcher Weise ans der göttlichen Hand hervorgegangen sind und ein und dasselbe Ziel verfolgen, das Glück der Menschheit zu sichern? Wenn dies aber nicht eure Meinung ist, wenn diese Ueberzeugung in eure Herzen keinen Eingang flndet, so beleidigt wenigstens nicht die Herzen der Getreuen, ohne Nutzen für den Zweck den ihr verfolgt, weil das Judenthum selbst vom rein menschlichen Stand- Punkt betrachtet, weit entfernt ein Hinderniß, eine Schranke zu sein, im Gegenthcil vielmehr eine mächtige Hülfskraft für den Fortschritt der Civilisation ist, deren Fundamentalsätze es nie aufgehört zu predigen. — — — — — In dieser vortrefflichen Weise beleuchtet der Herr Verf. daS Bcrhältniß des Zudenthums zur Entwickelung der Menschheit zur Etvilisation und schließt endlich mit Jes. XI. 9, 10.