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Jeschurun · 1862-06-01 · Heft 9 (Juni 1862) · p. 443

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 9 (Juni 1862)
Article
Jüdische Welt- und Lebens-Anschauungen
Date
1862-06-01
Page
443 (sequence 12)
Language
German
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Ein Versuch. 443 Ausdruck unserer Sprache für Mut: דם, Wurzel רמה, ähnlich, simile, sein. Ist doch Blut der für die Aneignung des Körpers vollständig assimiltrt, d. h. den Bestandtheileu des Thierkörpers ähnlich gemachte Stoff. Im Blute sind bereits alle Bestandtheile des Körpers flüssig enthalten, es ist gleichsam der Thierkörpcr im Fluß. Durch den Blutumlauf wird jedem Theilchen des Körpers der Blutstrom zugesührt. Jedes Theilchen nimmt aus diesem allgemeinen Nahrungsstrom daö ihm sich Eignende aüf, und stößt daS ihm Ungeeignete ab. Der lebendige Körper ist also, um in der jüdischen Sprachdenkweise zu sprechen, in jedem seinem Theilchen wesentlich: Gaumen, und somit ה׳; Aneignung und Abstoßen die wesentlichste und allgemeinste Lebensthätigkeit des lebendigen Leibes, und darum: חיים.

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