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Jeschurun · 1862-06-01 · Heft 9 (Juni 1862) · p. 416

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 9 (Juni 1862)
Article
Siwan
Date
1862-06-01
Page
416 (sequence 4)
Language
German
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416 Stwan. deine Stimme, deine Kinder für das jüdische Bewußtsein zu gewinrs neu; je mehr du sie zu Juden, zu wahren, vollen, ganzen Juden bildest, um so mehr wirst du sie zu wahren, vollen, ganzen Menschen, zum liebenden und achtenden Allumfthluß alles wahrhaft Menschlichen, somit zum wahrhaft nützlichsten und heilschaffendsten Staatsbürger gebildet haben. Denn dieses Bewußtsein von der besondern Stellung der Juden zu Gott, von dem besondern Schutz und der besondern Gnade, mit einem Worte von der Erwählung des Juden im Momente des Untergangs der Egypter, mit welchem die an die jüdischen Mütter zunächst gerichtete Gottesrede beginnt, mit ihm beginnt ja nur das Gotteswort um daran sein bedeutsames: ״!? ועתהUn b tut tt?!" zu knüpfen und zur Erwägung zu geben. Mit diesem ״undnun?!" giebtja das göttliche Wort unserm eigenen Bewußtsein die Erwägung der Consequenzenanheim, die diese ganze außerordentliche, aus der Mitte aller Völker heraus hebende Erwählung für unsere ganze Bestimmung auf Erden haben soll, Haben muß! ״Ihr habt gesehen was ich an Mizrajim gethan, da ich Euch auf Adlerssiügeln hob und Euch zu mir brachte: und^nun?! —" Soll dieses Euch nun mit einem dummen, stolzen Bonzenhochmnth ן füllen, einer so ausgezeichneten Vergangenheit, einer so bevorzugten Menschenfamilie euren Ursprung zu verdanken, soll in dieser vergangenen Vergangenheit der ganze Adel eurer Gegenwart und Zukunft liegen, oder soll mit dieser Vergangenheit nur der Anfang einer Stellung zu Gott und Welt gemacht sein, deren Fortdauer und ewig fortschreitende Vollendung nicht als ein Gnadengeschenk Gottes, sondern nur als eine Errungenschaft unseres eigenen energtevollsten Strebens gewonnen werden kann, bas eben in jedem gegenwärtigen und kommenden Moment unseres Daseins ängstlich bemüht sein muß, uns auf den Adler-Fittigen Gottes zu h alten, auf welche der Entstehungsmoment unseres geschichtlichen Daseins in der Welt uns gehoben? Frauen des Hauses Jakob! Mütter des jüdischen Volkes! Als der Würgengel über den Häusern unserer egypttschen Henker schwebte und Gott uns aus dem Tode zum Leben, ans der Knechtung zur Freiheit ries, da war diese Rettung und Befreiung errungen und verdient durch die vertrauende Hingebung des ganzen Hauses Jakob an die Führung des Einen Einzigen, war errungen und verdient

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