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Jeschurun · 1862-05-01 · Heft 8 (Mai 1862) · p. 367

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 8 (Mai 1862)
Article
Ijar
Date
1862-05-01
Page
367 (sequence 11)
Language
German
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Pädagogische Plaud reien. 367 lung des Menschen-Charakters vor Allem in seinen Beziehungen zum Menschen, erfüllt wissen mochte. להשבית אויב ומתנקם, Menschenfctndschaft und Rache, und die Wurzel von Allem : Selbstsucht must geschwunden sein, wo die wahrhastige wirkliche Gottcshnldigung cingezogen sein soll. Dazu ruft uns die Davidsharfe hinaus in den Anblick der am Sternenhimmel glänzenden Gottesmajcstät, will dort Dcmuth und Stolz in uns wekken — ״wie klein — Wie groß ist der Mensch!" — die Demuth, die nichts weiß von ihren Ansprüchen an die Welt und die Menscheu, die vor Gott sich beugt und im Gottes Willen Alles trägt — und den Stolz, das stolze Bewußtsein der Gott nahen Menschenwürde, die zu stolz ist um zu sündigen, zu stolz um ihren Nacken in den Dienst der Leidenschaft und Rache zu jochen, die sich der Kraft bewußt ist mit freier Energie sich über die Sünde zur Gottes Ebcnbildlichkeit emporzn schwingen, weil Gott es fordert 1u1b zu jeder seiner Forderung immer die Kraft und den Beistand verleiht, und zu dem Ihm huldigenden Menschen spricht: לא תקום ולא תטור! und ואהבת לרעך כטוך אני■ ד׳! nicht weil es dein Vortheil heischt, nicht weil es dich die Klugheit lehrt, nicht weil dir dieselbe Liebe aus dem Benehmen der Menschen gegen dich entgegenleuchtet, sondcrn: 'אני ר, weil Ich dein Gott es von dir fordere, von dir erwarte, und du nur mein bist wenn du um meinetwillen alle meine Geschöpfe liebst, — אוהב את הטקט אוהב את הבריות — und ich dich nicht mehr als mein Kind, als meinen Diener erkenne, wenn der Haß und die Rache und die Selbstsucht dich erfüllt. Für unser pädagogisches Geschäft stellen aber diese Betrachtungen eine Aufgabe irr den Vordergrund, die leider gemeinhin gar nicht oder doch lange nicht in der ganzen Schwere und Schärfe gewürdigt wird, die ihr nach Allem innewohnt, wir meinen die Aufgäbe der Charakterbildung unserer Kinder. Wir haben nichts, mit Allem nichts gethan, wenn wir unsere Kinder nicht zu guten Menscheu herangebildet, wenn wir sie nicht früh gewohnt und geübt, um Gottes Willen alle die dem natürlichen, sich selbst überlassene Menschcngcmüthe so nahe liegenden Untugenden und Charakterfchler der Feindschaft, der Rache und des Hasses ans ihrem Gemüth zu bauneu. Ob unsere Erziehung die rechte, ob ihre Gott huldigende Frvmmigkeit die wahre sei, davon gibt in allererster Linie der Charakter

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