Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 6 (März 1862)
- Article
- Adar
- Date
- 1862-03-01
- Page
- 270 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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288 'י׳ - ׳^ Hat üran doch ebenso aus'dem!ואו£ר DMn־ ואלייך• -׳pSn'?יפתח תמשול בו ein wildes Thier gewacht, das' der Brust des Menschen innewohne und mit boshafter Gier ihn zu fangen lauere, und es bedarf doch nur eines unbefangenen Blickes auf das, wenige Sätze zuvor ואל אישך תשוקתך ■והוא ימשל בך, um sofort einzusehen, daß dort das gerade Gegentheil gesagt sei. תשוקת ist ja offenbar die weibliche Sehnsucht zum Manne, die sich gerne ihm unterordnet und fügt, ja mehr als das, die gerne in das Wesen des Mannes aufgeht und eben in dieser Unterordnung und diesem Aufgehen sich der Erreichung ihrer Bestimmung bewußt wird. Nun denn, ganz so wie es hieb vom Weibe heißt: zu deinem Manne wird deine Sehnsucht sein und er soll über dich gebieten, ganz ebenso heißt es ja dort von der Sünde: zu dir ist ihre Sehnsucht, und du sollst über sie gebieten. Gott hat die Fähigkeit und den Reiz der Sünde in den Menschen gelegt, nicht damit er von ihr beherrscht werden, sondern damit er sie beherrsche, ja mehr als das ימשול בו, damit er über sie gebiete, walte, und auch diesen Reiz und diese Anlage zum Guten d. h. im Dienste Gottes zum göttlichen Wohlgefallen verwende. In dieser Fähigkeit und diesem Reiz zu fündigen, liegt ja,die ganze Hoheit des" Menschen. Daß der Mensch sündigen könne und das Sündhafte einen Reiz für ihn hat/ das ist ja die unerläßlichste Bedingung dafür, daß er das Böse frei lassen, das Gute frei üben könne, und mit diesem freien Dienst Gottes sich zu einer die Stufe der Engel überrägenden Größe aufschwinge, die nicht anders als ״gerade gehen können und nicht abzuweichen vermögen in ihrem Gänge,;לא יסבו בלבת." Die Sinnlichkeit reizt somit den Menschen nicht um ihn zu verführen, sondern uw von ihm geführt und geleitet zu werden. Sie sehnt sich nach dieser Leitung um eben in dieser Unterordnung und diesem Aufgehen in den׳ frei sittlichen Menschen ihre Bestimmung zu erreichen. Wenn sie den Menschen verführt, so jübelt sie nicht über diesen Sieg, sondern trauert und klagt darüber, daß mit dem Fälle des Menschen, ihres Herrn, sie selbst die Erreich'ung ihrer BesLiwmuug eingebüßt. "שטן" — nach dem Begriffe der Weisen die persoNificirte Sinnlichkeit "שטן זו יצר הרע יורה ומסית׳ עולה7ומסטין —- reizt auf der Erde und wenn der Mensch ihrem Reiz nicht widerstanden sie in den Himmel und klagt selber den Menscheu vor Gottes Thron an, daß an er ihren Reizen nicht