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Jeschurun · 1862-02-01 · Heft 5 (Februar 1862) · p. 244

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Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 5 (Februar 1862)
Article
Illiberale Gesetzgebung
Date
1862-02-01
Page
244 (sequence 4)
Language
German
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244 Illiberale Gesetzgebung. gen irgend eine andere illiberale Gesctzbehandlung zu oppontren, da Ein Bruch der Rechtsgleichheit vollkommen so verwerflich ist als tausend. Es gilt hier einem Principe, welches durch Eine Verletzung ganz ebenso verkümmert wird als durch eine unbegränzte Menge von Verletzungen. Ist das Amt einmal geschaffen und der Bewerbung aller Einwohner ohne Unterschied eröffnet, die sich die Fähigkeit zutrauen ihrem Lande in Ausübung dieses Amtes zu dienen, so ist es uns völlig gleichgültig ob die Wahl auf einen Juden oder einen Mahomedaner fällt. Aber in dem Augenblick wo die Bestimmung des Gesetzes in der That es ausspräche, daß nur Aspiranten von einer bestimmten Art religiöser Ueberzeugung wählbar oder ernennbar sein sollen, in dem Augenblick sollten alle, die der Ausschließung unterliegen, sich bemühen mit den Begünstigten mindestens in der Theorie auf eine Linie gestellt zu werden, mag dann unter dem emendirten Gesetze die Praxis, sich gestalten, wie immer sie wolle. Nachdem wir über die allgemeine Bedeutung der Frage freimüthtg unsere Meinung, die wahrscheinlich von vielen unserer Leser nicht getheilt werden wird, geäußert haben, lenken wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine, oder eigentlich zwei Congreß-Akte, die in der letzten Sitzung am 4. Juli durchgingen, und durch welche Juden von dem Rechte ausgeschlossen werden als Geistliche in der Armee der vereinigten Staaten zu dienen, selbst wenn das Gouvernement, aus gewichtigen Gründen, eine solche Anstellung für wünschcnswerth hattrn sollte. Das Amt ist vielleicht schwierig genug für einen aufrichtigen Juden zu erfüllen, da die Majorität aller Regimenter nothwendigerweise Nichtjuden sind. Gleichwohl dienen gerade jetzt viele unscrer Brüder in den bedeutenden Heeren, die jetzt in den verschiedenen Thetlen des Landes versammelt sind und es dürfte vielleicht nicht ungerathen sein, daß einige der Unsrigen berufen würden dem Marsch der Truppen des Osten und Westen zu folgen um den religiösen Bedürfnissen unserer Brüder Hülfe zu leisten, welche sich täglich all den Schrecken des Krieges ganz so wie die Christen von allen Meinungs-Schattirungen aussetzen. Warum diesen allein die Gunst gewahrt werden soll, warum deren religiösen Interessen so sorgfältig beachtet, Bücher gespendet, Missionare hcrbeigeschafft werden mit ihnen in der Stunde der Entscheidung zu wachen und zu beten, ist

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