Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1862)
- Article
- Die Kunst schön zu sein und lange zu leben
- Date
- 1862-02-01
- Page
- 233 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Kunst schön zu sein und Lange zu Leben. Fragment aus einer alten Kosmetik mi'o Makrobiotik. Von —c—. ״Sie war zu zwanzig Jahren noch so schön wie zu sieben und zu hundert Jahren noch so unschuldig wie zu — zwanzig" unsere Damen würden sich schönstens bedanken, und gar der Schlußsatz enthält, in jedem andern Munde, ein ziemlich zweideutiges Compliment. Und doch drängen in diese Worte unsere Weisen die Biographie der herrlichsten und hehrsten Frau zusammen. Die Anschauungen wechseln eben wie die Zeiten wechseln, spricht die Menge und ist um eine Fülle von Belegen aus Vergleichen mit der ״guten alten" Zeit der Großväter nicht verlegen. Einer ticfern Erwägung jedoch dürste sich eher das Gegentheil als richtig herausstellen; die Zeiten, und, setzen wir gleich hinzu, unwesenGche Formen wechseln, die Anschauungen jedoch bleiben dieselben. Alle Belege die man als Beispiele anführt, betreffen nur Dinge und Derhältnisse von untergeordnetster Bedeutung, nur mehr oder minder verschiedenartige Aeußerungen einer und derselben Anschauung; die Formen wechseln — und auch dies bei weitem nicht so sehr wie man glaubt — der Kern bleibt. Der Palast eines reichen Assyrers 1s