Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1862)
- Article
- Schewat
- Date
- 1862-02-01
- Page
- 231 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Pädagogische Plaudereien. 231 ״ , וקומה נמי בעינן שויןwar die Mutter dem Vater nicht gleich an Stimme, Ailsehen und Wuchs, ward er nicht als סורר ומורה verurtheilt, es heißt: er gehorcht nicht unserer Stimme; so wie die Stimme des Vaters und der Mutter nur Eine sein muß, so müssen sie sich auch an Ansehn und Wuchs gleich sein." Selbst bis auf die körperltche Erscheinung, deren sinnlicher Eindruck bei sinnlichen Naturen wie sie hier im מ; סורר ומורה vorausgesetzt wird, gewiß höchst bedeutsam ist, fordert ר' ׳הורה völlige Gleichheit, daß nicht der Vater oder die Mutter mehr oder minder impontre. Ist auch nur die äußere Erscheinung, der sinnliche Eindruck ein ungleicher, so hat das Gericht schon hieraus einen gestörten erziehlichen Einfluß zu vermuthen und die Entartung des Sohnes nicht ganz auf Rechnung seiner von Grund aus verderbten Natur zu setzen. רחש וקבל שסר, wir schöpfen hieraus die für das ganze Erziehunggeschäft vielleicht bedeutsamste Grundbedingung, daß im Punkte der Erziehung und des Einflusses auf die Kinder Vater und Mutter völlig gleich, übereinstimmmend und eins sein müssen, wenn der Erfolg ein gedeihlicher sein soll. Nichts ist gewöhnstcher, als daß entweder der Vater weich und die Mutter strenge, oder die Mutter weich und der Vater strenge den Kindern erscheine. ״Warte, ich sage es dem Vater!" ist ein sehr gewöhnlicher Refrain im Munde gewöhnlicher Mütter, und dieses einzige Wort macht schon einen gewaltigen Riß in das zu erwartende Resultat der Erziehnng. Wenn aber gar Vater und Mutter nicht nur in dem erziehlichen Nachdruck ungleich, sondern in den Erztchungsgrundsätzen, in dem Reckts- -Codex der Erziehung, in dem zu erlaubenden und zu verbietenden uneins sind, wenn daS Kind, während der Vater etwas verbietet, einen Dispens oder ein Nego an den Augen der Mutter, oder wann die Mutter etwas verbietet einen Dispens oder ein Nego an den Augen des Vaters abliest, dann entscheidet sich in der Regel das Kind auf eigene Faust, folgt weder dem Vater noch der Mutter, setzt beiden sein entschiedenes Nego entgegen und holt sich von dem eigenen tnnern Pabst einen Dispens für den Ungehorsam gegen Vater und Mutter. ״ — קולנו — בננוunser Kind" — ״unser Wort" — darin liegt das erste große Gehcimniß einer guten Kindererziehung. Einheit des Vaters und der Mutter in der Liebe für das Kind, Einheit in seiner Erziehung, darin liegt die Kraft und die Hoffnung