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Jeschurun · 1861-11-01 · Heft 2 (November 1861) · p. 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 2 (November 1861)
Article
Deutschland : Berlin [Nachricht]
Date
1861-11-01
Page
96 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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96 *Sinne, die nach dem Banprogramm in dasselbe Gebäude kommen sollten, sind in dem Keller untergebracht, und die beiden Treppen von Keller zu Boden zweckmäßig in die Eckrtsalite verlegt, so daß die Mitte des Gebäudes mit dem Kellergeschoß, seinem Geräusch und seinen Gerüchen keine unmittelbare Verbindung bat- Der Kellerraum zur Aufnahme der Dampfkessel, der Dampfmaschine und der Pumpen liegt thcils in der Mitte, unter Hausflur und Rcceptionszimmern, theils außerhalb des Gebäudes zwischen den Risaliten. Die Maschinen sind compact und zweckmäßig, namentlich fehlt es nicht an einem Vorwärmer. Kochen und Waschen wird in der bekannten Weise durch Dämpfe bewirkt. Eine Pumpe treibt warmes Wasser in ein Bchältniß auf dem Boden, das alle Räume versorgt; das kalte Wasser steigt in eommunicirenden Rohren. In einer Ecke des Kellergcschosses befindet sich eine Einrichtung für etwanige Einwanderer von Osten, ein kleines Zimmer, das vermittelst eines besonders con- ,, struirten Ofens auf 60 Grad gebracht werden kann, zur Reinigung von Kleidungsstücken, und das leicht, in ein römisches oder türkisches Bad verwandelt werden könnte. Das Erdgeschoß enthält vier große Krankenzimmer und vier kleine, die lctztern für Kranke, die allein sein und einen höhern Satz bezahlen wollen. (Zst es richtig, was uns bei der Gelegenheit mitgctheilt ward, daß in Bethanien nur zwei Betten erster Classe für Männer existiren?) Die Mitte nimmt ein Operationszimmer ein. Zwischen je zwei großen Stuben liegt eine Theeküche und ein Wärtcrzimmer, von dem die anstoßenden Kraukenräume durch Fenster zu übersehen sind. Alle diese Zimmer gehen »ach Süden; in den nach Norden gelegenen Eckrisaliten ist neben den Treppen noch Raum für Wnterclosets nach der englischen Construktion, die längst allgemeiner sein sollte, und für Badezimmer, namentlich für russische Bäder, gewonnen. An den Zimmern läuft ein Corridor hin, der durch Fenster an jedem Ende gelüftet werden kann. Das Geschoß ist 14 Fuß hoch, ebenso der erste Stock, der zweite, für Krätze, für Syphilis und Variolidcn, nur 9 Fuß. Es ist zu bedauern, daß man nicht in der Höhe des Gebäudes 6 bis 8 Fuß zugegeben und .aus die einzelnen Etagen vertheilt hat.. Der Grundriß des ersten und zweiten Stocks entspricht dem Erdge- schoß, nur daß der vordere Theil des Mittelrisalits, der im Erdgcschoß den Flur und die Ausnahmezimmcr enthält, im ersten Stocke zu einem Betsaal eingerichtet ist. Die Erleuchtung geschieht überall durch Gas. So gediegen in Material und Arbeit wie der Rohbau ist auch das Tischlerwerk und die Ausstattung der Zimmer. Auch die Farben sind zweckmäßig und mit Geschmack gewählt. Im Nochfall kann das Haus mit 100 Kranken belegt werden. Eine ausführliche Beschreibung verdient die Ventilation. Ein

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