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Jeschurun · 1861-11-01 · Heft 2 (November 1861) · p. 58

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 2 (November 1861)
Article
Cheschwan
Date
1861-11-01
Page
58 (sequence 2)
Language
German
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Cheschwan. 58 treffen, und in welcher wir daher noch die geneigtesten Ohren für die Plaudereien zu finden hoffen dürfen, die wir mit diesem Artikel eröffnen möchten. Ob cs wohl einen Vater und eine Mutter gibt, die nicht gerne über ihre Kinder und über Kindererziehung plauderten? Gewiß nicht, und Ware eS auch, um dem geschwätzigen Freunde zu sagen, du sagst uns nichts Neues, was du uns vorträgst wissen wir längst und üben es längst, und weiser und besser, als wir es von dir zu erlernen vermöchten. Sei es immerhin. Selbst auf die Gefahr hin Eulen nach Athen, oder wie unsere Alten sprachen, Stroh den' Afreern zu bringen, wagen wir unsere pädagogischen Plaudereien. Vielleicht ist in dem einen oder andern Strohhalm doch ein Körnlein Wahrheit, das selbst von einem Afrecr nicht zu verschmähen wäre, und vielleicht mahnt hie und da der Warnernf des Trümmcrvogels an eine Gefahr, die eben in dem geschäftigen, hochgebildeten Athen vor lauter Geschäft und Gcnnßfcinheit, wie naheliegend auch immer, übersehen und unbeachtet bleibt. Mit wem möchten wir am liebsten über Erziehung plaudern? Bei wem das geneigteste Ohr und das zustimmendste Herz finden? Wer ist der Hanptträger der Erziehung, der Mann oder das Wcib, der Vater oder die Mutter? DK nennt unsere Gottessprache die Mutter, und den Vater: DK. DK ״En!" aber ist DK ״Im", ist das ״Wenn", die conditio sine qua non, die erste unerläßlichste ״Bedingung" des leiblichen und geistig sittlichen Wesens des Kindes. Nicht היה, des ״leiblichen Lcbens Spenderin", ״ חוהChawa", die ״Spenderin geistigen Lebens", die ״geistig Belebende" (יחוה דעת) nannte der erst( Mann die erste ׳N כל DK, die erste Mutter aller Lebendigen, und nicht mehr שרי rad. שרה, die Gebieterin, sondern שרה, rad. שור, wie משורה, die ״Maßgebende", die mit ihrem feinen Sinn und Gefühle das Maß des sittlich Anständigen bringende, hatte der erste Jude die erste jütische Mutter zu nennen. Und in der That scheint auch nach dem göttlichen Worte der Schwerpunkt des künftigen geistigen und sittlichen Menschen in dem geistigen und sittlichen Charakter und Einfluß der Mutter zu liegen. Selbst bis in die höchsten Schichten hinauf, wenn die mit göttlichem Griffel geschriebene׳ Geschichte des jüdischen Staa-

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